So richtig einig waren sich die Kenner der Szene nach dem Prix Foy nicht. War das gut oder doch zu wenig, was der japanische Superstar Orfevre bei seinem Europa-Debüt gezeigt hatte? Der vierjährige Geldschrank (verdiente in seiner Karriere bereits über neun (!) Millionen Euro) musste doch etwas mehr kämpfen, als es die Fachwelt erwartet hatte.
Der Sieg war aber dann doch nie wirklich in Gefahr und Christophe Soumillon strahlte nach dem Gruppe II-Erfolg des 17:10-Favoriten optimistisch.
„Das war schon gut genug und man darf nicht übersehen, dass das Rennen zunächst komplett gegen ihn lief und der Pacemaker seinen Job nicht wirklich gut machte. Die ersten beiden haben nicht viel gemacht und sind im Arc sicher ernst zu nehmen. Unschlagbar ist Orfevre sicher nicht, aber einen ernsten Gegner sehe ich ihn diesem Pferd in jedem Fall“, kommentierte Danedream-Trainer Peter Schiergen, der sich das Rennen live vor Ort in Longchamp ansah.
Lediglich fünf Pferde begaben sich an den Start des mit 130.000 Euro dotierten Prix Foy. Vorne sollte eigentlich Orfevre-Pacemaker Aventino für eine flotte Fahrt sorgen, doch was Anthony Crastus im ersten Drittel des Rennens veranstaltete, erinnerte mehr an Next Vision und seine verpatzte Pacemaker-Rolle im Großen Preis von Baden.
Erst zur Hälfte des Rennens wachte Crastus endlich auf und zog das Tempo an, Orfevre pullte bis dahin heftig und dürfte im Arc von einer sicher flotteren Fahrt profitieren.
Auch für Meandre, der sich in der Niederlage als Zweiter gut verkaufte, dürfte ein schnelleres Rennen von Vorteil sein. Dritter wurde Joshua Tree, der lange mit Meandre für das zweite Geld kämpfte und sich unter Frankie Dettori gut verkaufte. Ein Arc-Start des von Marco Botti trainierten Hengstes erscheint allerdings ausgeschlossen.
Die ersten zwei hingegen werden sicher gegen Danedream antreten. Die Buchmacher kürzten Orfevre nach dem Sieg allesamt, der Hengst wird zu Kursen zwischen 45:10 und 55:10 angeboten. RaceBets.com kürzte den Stay Gold-Sohn von 60 auf 50:10, hob die Quote von Meandre auf einen Arc-Sieg hingegen von 130:10 auf 150:10 an.
„Der kann kommen. Mich hat das nicht wirklich überzeugt und ich sehe diesen Japaner nicht vor unserer Danedream. Ich sehe die Gegner eher in anderen Pferden, aber nicht in Orfevre“, so Sport-Welt Wettexperte Olaf Schick nach dem Prix Foy (Zum Langzeitmarkt).












