Er hat es nicht geschafft! Der amerikanische Superstar Bernardini, der klarste Favorit des gesamten Breeders‘ Cup Meetings, musste im Breeders‘ Cup Classic, dem mit 5 Millionen Dollar dotierten 2000 Meter-Rennen auf Sand, eine unerwartete Niederlage hinnehmen. Zwar schien der Dreijährige unter Javier Castellano im Schlussbogen alle zu überlaufen und dem Sieg entgegen zu streben, doch ein Gegner, Invasor, war stärker als der Sheikh Mohammed-Hengst.
Und dieser Invasor gehört ausgerechnet Sheikh Mohammeds Bruder, Hamdan Al Maktoum. Es handelte sich um den in Argentinien gezogenen Invasor, einen vierjährigen Hengst, der im Vorjahr die Triple Crown in Uruguay gewonnen hatte. Kieran Mc Laughlin ist der Trainer des Candy Stripes-Sohnes, der von Jockey Fernando Jara so schnell gemacht wurde, dass Bernardini auf verlorenem Posten stand.
Hinter den ersten beiden Pferden kam dann Premium Tap auf den dritten Platz. Ohne Möglichkeiten waren die beiden europäischen Pferde im Feld. Der hoch gehandelte O’Brien-Schützling George Washington kam an einem erfolglosen Abend für seinen Trainer nur auf den sechsten Rang, auch Brian Meehans David Junior spielte keine entscheidende Rolle, endete unplatziert. 77:10 gab es auf Invasors Sieg, er war als Mitfavorit ins Rennen gegangen.
Das erste Breeders‘ Cup-Rennens des Abends, das Breeders‘ Cup Juvenile Fillies für die zweijährigen Stuten wurde vom einzigen ungeschlagenen Pferd im Rennen gewonnen, von der Rahy-Tochter Dreaming of Anna (Trainer W.Catalano), die unter Rene Douglas als 36:10-Favoritin Start-Ziel gegen Octave und Cotton Blossom als Erste über die Linie kam.
Das Pendant für die Hengste, der Breeders‘ Cup Juvenile, sah dagegen einen Außenseiter´vorne, nämlich Street Sense (C.Nafzger/C.Borel), der zuvor bei vier Starts erst einmal als Erster über die Linie gekommen war. Er kam gegen den Favoriten Circular Quay und Great Hunter zum Zuge.
Der Breeders‘ Cup Sprint, in dem die Amerikaner unter sich waren, ging an den Vierjährigen Thor’s Echo (166:10) aus dem Stall von Doug O’Neill, der sich unter Corey Nakatani gegen den Außenseiter Friendly Island und den ebenfalls nicht gerade besonders stark gewetteten Nightmare Affair durchsetzte. Die Favoriten blieben total auf der Strecke, am besten hielt sich noch Bordonaro als Vierter.
Einen dramatischen Verlauf nahm das Breeders‘ Cup Distaff, das Sandbahnrennen für die Stuten über 1800 Meter. Die Seriensiegerin und favorisierte Fleet Indian (T.Pletcher/J.Santos) musste mit einer Verletzung angehalten werden. Zum vierten Mal beim vierten Sandbahnrennen des Abends setzte sich das Pferd mit der Startnummer eins durch. Das war Round Pond, eine 149:10-Außenseiterin aus dem Stall von Michael Matz, die Edgar Prado im Sattel hatte.
Überlegen schlug sie die Schimmelstute Asi Siempre, die ein katastrophales Rennen hatte. Von Julien Leparoux an der Innenseite gebracht, war die ‚Bude‘ im Einlauf total zu. Nach außen genommen beharkte sich Asi Siempre dann mit der Sheikh Mohammed-Stute Balletto, die sogar nach Asi Siempre biss. Asie Siempre wurde wegen Behinderung auf Platz vier zurückgestuft. Zweiter wurde dadurch Happy Ticket.












