Superplex und Now We Can nun auf Gruppe II-Level dabei

Der Donnerstag in Longchamp stand im Zeichen deutscher Besitzer, die von Deutschland aus im einleitenden Prix Catelan mit Superplex und Samos eins- zwei waren, bevor im Listen-Highlight die in Frankreich trainierten Now We Can und Gentle Storm die rein deutsch gezogene Pirika auf Rang drei verwiesen.

Schöne Kasse machte der Rennstall Eivissa mit seinem einstigen 27.000 Euro Jährling Superplex. Für den B-Sieg über Gestüt Hof Vesterbergs Samos wanderten nicht nur die regulären 17.000 Euro Siegpreis auf das Konto des ambitionierten Münchener Besitzers, sondern auch noch 10.880 Euro Besitzerprämie auf Grund Superplex‘ französischer Inländergeltung.

Hocherfreut war natürlich auch Trainer Michael Figge, dessen Erwartungen sogar übertroffen wurden: „Ich hatte mir etwa Platz drei ausgerechnet und bin natürlich sehr glücklich über das Resultat.

Nun können wir den Prix Greffulhe (Gruppe II Derby-Trial über 2.000 Meter am 4. Mai in Saint-Cloud) ansteuern, bevor sowohl das französische als auch das Deutsche Derby mögliche Ziele werden.“

Im Stil eines weiterhin noch nicht erfassten Pferdes holte sich Now We Can in den Farben des Hong-Kong-Chefs Winfried Engelbrecht-Bresges den Prix Lord Seymour. Zum ersten Mal auf Listen-Ebene hatte der Martillo kaum Mühe, Rolf Siepmanns Gruppe II platzierten Gentle Storm und die Gruppe I platzierte Yoshida-Stute Pirika auf die Plätze zu verweisen.

Der Zoppenbroicher Now We Can ist in England zur Welt bekommen, so dass Engelbrecht-Bresges „nur“ den normalen Siegpreis in Höhe von 26.000 Euro überwiesen bekommen wird. Er darf sich damit trösten, beim nächsten Mal vielleicht sogar schon einen Gruppe II-Favoriten verfolgen zu können.

Der Trainer seines Vertrauens Nicholas Clement hat nämlich schon ein nächstes Ziel für den Vierjährigen ausgemacht: „Now We Can verbessert sich weiter und ist immer noch nicht ganz ausgereift. Er steigt die Karriereleiter Stufe für Stufe hinauf und hat hier seinen Listen-Test bestanden. Somit kommt Anfang Juni der Grand Prix de Chantilly auf Gruppe II-Parkett für ihn in Frage, aber ich muss mich betreffend seiner zukünftigen Pläne noch mit dem Besitzer abstimmen.“

In Superplex‘ Rennen hatte sich vor 12 Monaten der Rausing-Hengst Albion durchgesetzt, der später trotz eines dritten Gruppe III-Platzes sicher nicht alle in ihn gesetzten Hoffnungen erfüllte. Now We Can war der Nachfolger keiner geringeren als Solemia, die später mit etwas Glück im Arc zuschlug.

Letztere Geschichte darf sich 2013 gerne wiederholen und das so traditionsreiche Gestüt Zoppenbroich aus einer Art Dornröschenschlaf erwecken, damit man die hellblau-weißen Farben eines Königsstuhl und Orofino auch wieder auf der Rennbahn zu sehen bekommt.

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