Super Satin ist top im HK-Derby, Irian nur auf Platz sieben

Am Sonntagmorgen deutscher Zeit wurde das Mercedes-Benz Hong Kong Derby um 16 Millionen Hong Kong Dollar über 2000 Meter auf der Sha Tin-Rennbahn ausgetragen. Der in Deutschland gezogene Tertullian-Sohn Irian (D. Beadman) war einer der chancenreicheren Kandidaten im 14er Aufgebot. Die Show wurde ihm allerdings von Super Satin und seinem sensationellen Reiter Douglas Whyte gestohlen.

Der neunmalige (!) Championjockey in Hong Kong hatte noch nie das ‚Blaue Band‘ gewonnen, am Sonntag änderte sich das. Casper Fownes sattelte mit Super Satin und Fair Trade gleich zwei Mitfavoriten für das Hong Kong Derby, und Whyte hatte vor dem Rennen die Qual der Wahl, konnte aus einem ganzen Kontingent an Super-Galoppern wählen.

Am Ende sollte seine Wahl auf Super Satin genau die richtige sein. Denn aus dem Mittelfeld gesteuert profitierte der Danehill Dancer-Sohn von der schnell gesetzten Pace des Stallgefährten Grand Dragon (J. Lloyd) und kam in der Geraden an der Außenseite mit mächtig Speed ins Rollen. Vorne hatte längst Super Pistachio (F. Coetzee) das Kommando übernommen und wurde kaum kürzer.

Aber mit atemberaubender Endgeschwindigkeit fing Super Satin (Siegquote 65:10) den Rivalen auf der Linie doch noch mit Halsvorteil ein und holte sich den Derby-Erfolg. Der Nachfolger von Collection war gefunden.

‚Es war genau unser Plan, Super Satin aus der Reserve zu bringen. Super Satin hat einfach toll mitgespielt und es freut mich ganz besonders, dass Douglas Whyte zum ersten Mal das Hong Kong Derby gewann. Super Satin wird nun eine kleine Pause bekommen, schließlich war er schon lange auf den Beinen, gewann nun fünf seiner sechs Rennen und war einmal Zweiter. Er erholt sich aber eigentlich immer sehr schnell von seinen Rennen‘, sagte Siegtrainer Caspar Fownes, dessen komplette Familie aus Kanada extra für den Renntag angereist war.

Von weit hinten wurde der deutsche Kandidat Irian (D. Beadman) gebracht. Er kam in der Endphase außen galoppierend besser auf, lief aber nur noch auf den siebten Platz vor und war zu keinem Zeitpunkt für den Sieg gefährlich. Dritter wurde der bislang ungeschlagene Brave Kid vor Beauty Flash. Keine Rolle spielte der aus der Uriah stammende Trial-Sieger King Dancer.

Auch Andreas Suborics war an diesem Tag aktiv. Sein Derby-Ritt Jolly Good (der ehemalige Deutsche Mantoro aus der Merkel-Zucht) fand nicht in die Entscheidung. Doch Suborics erreichte in der dritten Tagesprüfung auf Lucky Nine einen dritten Rang im Handicap für die Sprinter.

Da dieser als großer Außenseiter an den Start gegangen war, profitierten Suborics-Wetter ganz besonders. Auf Platz brachte Lucky Nine stolze 93:10! Suborics war in diesem Rennen für den späteren Derby-Siegtrainer Casper Fownes in den Sattel gestiegen.

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