Super-Pinhook: Rohne macht aus 2.500 satte 115.000 Euro

Pinhooking bedeutet im Pferdesport, ein junges Pferd mit der Intention zu erwerben, es in möglichst kurzer Zeit mit Gewinn weiter zu verkaufen. Meist wird in Fohlen investiert, die ein Jahr später auf Jährlingsauktionen im Ring erscheinen. Einen tollen Erfolg mit diesem Geschäftsmodell hatte am Dienstag Ralf Rohne.

Der Düsseldorfer Trainer ist international viel auf Auktionen unterwegs und war Mitte Dezember 2012 am Arqana-Auktionsring in Deauville, als ein Dr Fong-Fohlen aus der Observatory-Tochter Velda im Ring erschien. Rohne bekam den Zuschlag bei 2.500 Euro.

Ein gutes Jahr zuvor hatte die bei zwei Starts platziert gelaufene Velda an gleicher Stelle eine Jährlingsstute von Orpen im Ring gehabt, die für 9.000 Euro in den Besitz des damaligen Neu-Trainers Philippe Sogorb gelang.

Unter dem Namen Vorda schaffte diese Stute in der laufenden Saison zunächst einen auf Gruppe II-Niveau gipfelnden Hattrick, bevor sie am letzten Sonntag im Gruppe I-Prix Morny durch den US-Amerikaner No Nay Never ihre erste Niederlage einstecken musste.

Zwei Tage später kam ihr nun ein Jahr alter Halbbruder wieder in Deauville in den Ring. Ob der frischen Empfehlungen begleitete den vom Haras de Grandcamp vorgestellten Hengst natürlich einiges Interesse. Letztlich fiel der Hammer erst bei 115.000 Euro, was zusammen mit einem anderen Zuschlag den Höchstpreis am Dienstag bedeutete.

Das war bisher wahrscheinlich das Pinhooking des Jahres und bestimmt auch Ralf Rohnes größter Coup am Auktionsring. Die Agentur Hautieres Bloodstock von Guillaume Gorse war der Käufer des Hengstes.

Dazu der Agent: ‚Ich habe ihn für Kunden von mir erworben, die aus Kasachstan stammen. Der Jährling sieht sehr gut aus und wird zu Xavier-Thomas Demeaulte in Mont-de-Marsan in Training gehen, also in Frankreich bleiben.‘

Vorda selbst war in der letzten Woche in den Besitz von Scheich Mohammed Bin Khalifa aus der investitionsfreudigen Al Thani-Dynastie aus Qatar übergegangen, wofür bestimmt ein siebenstelliges Euro-Gebot nötig war.

Sie hatte am Sonntag auch in der Niederlage sicher nicht enttäuscht und soll ihren zweiten Gruppe I-Angriff Ende September in den Cheveley Park Stakes in Newmarket unternehmen.

Dort dürfte sie wieder auf Rizeena treffen, die am Sonntag als Gruppe II Royal Ascot-Siegerin auf Platz drei eine völlig formgemäße Dreierwette vervollständigte. Im brandneuen Langzeitmarkt für das nächste Aufeinandertreffen offeriert RaceBets.com 35:10 auf Vorda und 70:10 auf Rizeena. (Zum Langzeitmarkt)

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