Es war ein packendes Finish, das die Zuschauer auf der Neuen Bult im Großen Preis des Autoring Hannover geboten bekamen. Bis zur Linie kämpften der frische Gruppesieger Mharadono und die dreijährige Stute Waky Love um das ehemals in Bremen ausgetragene Gruppe III-Rennen.
Unter Wladimir Panov rettete sich der von Peter Hirschberger trainierte vierjährige Juniorenpreis-Sieger gerade noch mit einem kurzen Kopf über die Linie, verdiente bei seinem zweiten Gruppe-Treffer in Folge 32.000 Euro und schraubte seine Gewinnsumme auf über 100.000 Euro.
Für eine flotte Fahrt sorgte unterwegs der Winterfavorit Molly Max (32:10-Favorit), der es unter Filip Minarik von vorne versuchte, im Einlauf aber nicht entscheidend weiter kam. Auch der Co-Favorit Global Champion (37:10) hatte heute nichts zu bestellen.
Der einzige, der dem Sharp Prod-Sohn Mharadono und der Royal Dragon-Tochter Waky Love (63:10) folgen konnte, war Gestüt Schlenderhans Idealist (66:10). Unter William Mongil belegte der Tiger Hill-Sohn Rang drei, Vierte wurde Wonderful Day aus dem Stall von Conny Brandstätter.
„Mharadono hatte vor zwei Wochen einen kleinen Trainingsstopp, weshalb kurz auch ein Fragezeichen hinter ihm stand. Er hat toll gekämpft und ist momentan einfach super auf dem Posten. Jetzt steht ein Grupperennen in Frankreich oder die Winterpause auf dem Programm,“ so ein glücklicher Peter Hirschberger nach dem Rennen.
„Es war nicht geplant an letzter Stelle zu gehen“, haderte sein Sohn Jens, der erstmal seit seinem Unfall wieder auf einer Rennbahn war, hingegen etwas an dem Ritt von William Mongil auf Idealist. „Nur wenige Meter weiter hätte es wohl geklappt, aber die Stute hat sich auch so toll verkauft. Sie wird nächstes Jahr auch in Training bleiben“, hieß es aus dem Team um Waky Love, die unter dem französischen Nachwuchsmann Jerome Lermyte angetreten war.
Der mit 20.000 Euro dotierte Preis vom Gestüt Brümmerhof, ein Listenrennen über 2400 Meter, wurde zu einer lockeren Angelegenheit der französischen Stute La Hernanda. Als 28:10-Faoritin canterte die Hernando-Tochter unter Iriotz Mendizabal der Konkurrenz auf und davon, ließ Aramina aus dem Schiergen-Stall und die Außenseiterin Polyanta klar hinter sich.
Trainiert wird die dreijährige Stute, zuletzt Vierte in einem Listenrennen in Frankreich, von Henri Pantall, der nur wenige Minuten später mit Vincennes das Kölner Grupperennen gewann.
Das Zweijährigen-Rennen ging nach 1600 Metern an den Schlenderhaner Idolino. Der Tertullian-Sohn, ein Bruder von Idealist, rettet sich unter William Mongil vor dem heranfliegenden 16:10-Favoriten Kamsin (Filip Minarik) noch knapp über die Linie. Dritter wurde Shivaji (Andre Best) aus dem Stall von Peter Rau, der ebenfalls dicht auf war. 61:10 gab es auf Idolino am Hannover-Toto.
Dieser musste wie das gesamte Toto-System in Deutschland am Sonntag gravierende technische Probleme hinnehmen. Den gesamten Nachmittag gab es Probleme bei der Abgabe und Auswertung von Wetten. Der Umsatz dürfte unter diesem technischen Problem deutlich gelitten haben.
Eine tolle Innovation war ein neuer im Innenbereich eingesetzter Kamera-Wagen. So wurde den TV-Zuschauern nach dem Rennen der Einlauf auch noch einmal aus einer anderen Perspektive gezeigt. Nach zahlreichen Neuerungen in der Vergangenheit setzt Hannover damit wieder einmal ein Zeichen und geht erneut mit gutem Beispiel voran.












