Super! Danedream sorgt f?r Sensation im GP von Berlin

Schon im Vorfeld hatte es sich durch Top-Nennungen schon abgezeichnet: Der mit 175.000 Euro dotierte Große Preis von Berlin (Gr. I, 2400 Meter), der erstmals seit 1944 wieder in der Hauptstadt ausgetragen wurde, sollte sich durch illustre Nennungen aus dem In- und Ausland zu einem der größten Spektakel im deutschen Turfkalender dieses Jahres entwickeln.

Godolphin hatte Cavalryman (A. Pietsch) aus England geschickt, von wo auch Dandino (J. Given/T. Queally) mit einem vierten Platz aus dem Coronation Cup (Gr. I) anreiste, während aus Deutschland mit Scalo (A. Wöhler/M. Guyon), Night Magic (W. Figge/F. Minarik), Gereon (Chr. Zschache/E. Pedroza) und Lucas Cranach (Sacha Smrczek/E.Frank) aktuelle Turfprominenz am Start war. Als Sieger ging jedoch nicht eines der bewährten älteren Pferde über die Linie, sondern eine Dreijährige.

Die vom Gestüt Brümmerhof gezogene Dandedream (Foto), das 9.000 Euro-Schnäppchen aus dem Stall von Peter Schiergen, in den Oaks d`Italia bereits zur klassichen Siegerin avanciert, sorgte als 109:10 Außenseiterin für die Sensation Video ansehen.

Nachdem unterwegs zunächst Cavalryman und dann Dandino die Pace diktiert hatten, übernahm vor dem Schlussbogen Night Magic das Kommando, führte das Feld auch in den Einlauf. Es dauerte nicht lange, da war Danedream als das am besten gehende Pferd auszumachen, für die Andrasch Starke es auf sich genommen hatte, nur 53 kg in den Sattel zu bringen.

Die Lomitas-Tochter des Gestüts Burg Eberstein löste sich Mitte der Geraden in imponierenden Stil, überließ es ihren Gegner, sich um die Platzgelder zu raufen.

Peter Schiergen: ‚Das ist natürlich eine tolle Leistung von Danedream, die ihre Gewichtsvorteile als Dreijährige blendend ausgespielt hat. Die Stute hat mir schon im Führring gefallen, ist ein phantastisches Reisepferd. Das war eine gute Vorprüfung für den Breeders‘ Cup, den wir als nächstes Ziel anvisieren. Vielleicht erhält sie vorher noch einen Start direkt in den USA zur Vorbereitung.‘

Im Kampf um das beste Geld setzte sich Scalo (Platzquote 14:10) knapp gegen Superstition (M. Klug/A. Suborics, Platzquote 58:10) durch, die mit einem Hals vor Night Magic blieb, während Lucas Cranach mit einem Kopf dahinter noch den fünften Platz erreichte.

Für Alexander Pietsch, der den Kistenritt auf Cavalryman für Frankie Dettori ergattert hatte, endete das Rennen enttäuschend. Der Godolpihn-Hengst geriet schon im Schlussbogen im Vordertreffen in Nöte, sein Team zeigte sich sehr enttäuscht von der Leistung des Fünfjährigen.

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