Was ist das für ein Rennpferd! Deutschlands bester Galopper, die vierjährige Lomitas-Tochter Danedream schrieb am Samstag in Ascot Turfgeschichte und strafte nebenbei noch alle Kritiker Lügen, die die Stute nach ihrem vierten Platz im Grand Prix de Saint-Cloud bereits abgeschrieben hatten. Denn unter Andrasch Starke siegte die von Peter Schiergen trainierte Ausnahmestute in den King George VI and Queen Elizabeth Stakes (Gr.I) über 2400 Meter in Ascot.
Nach einem unglaublichen Fight siegte die Stute aus dem Besitz des Gestüts Burg Eberstein und Teruya Yoshida nach Zielfoto als 100:10-Außenseiterin in dem mit einer Million Pfund dotierten Prestige-Rennen und schlug Europas beste Steher, als sie neben dem Vorjahressieger Nathaniel noch fünf weitere Gruppe I-Sieger hinter sich ließ.
Unterwegs hatte die deutsche Vertreterín an sechster Stelle an der Innenseite gelegen, die Pace, die der O’Brien-Schützling Robin Hood machte, war nicht zu schnell, aber zügig genug. In der Zielgeraden war es um das führende Pferd schnell geschehen, der Mifavorit Nathaniel (John Gosden/Willam Buick) kam an die Spitze, doch Andrasch Starke hatte Danedream auch inzwischen an vierter Position und suchte sich einen Platz, um die Stute auf freie Bahn zu bringen.
Das dauerte ein wenig, aber als der Weg in der Bahnmitte frei war, zog die Stute mit ihrem bekannten Speed an, und machte Meter um Meter auf Nathaniel gut. Ein anderes Pferd kam zu diesem Zeitpunkt nicht mehr für den Sieg in Frage.
Kopf an Kopf stürmten Nathaniel und Danedream dem Ziel entgegen, auf der Linie war es so eng, dass niemand sagen konnte, wer denn nun der Sieger war. Die Kameras des englischen Rennsportsenders Attheraces konzentrierten sich zunächst auf Nathaniel, doch wenig später, als das Zielfoto ausgewertet worden war, schwenkten sie auf Danedream um, und zeigten einen überglücklichen Andrasch Starke und dessen Jubelposen, die an den Arc-Sieg von Danedream erinnerten (Video ansehen).
Die Superstute hatte tatsächlich ihr viertes Gruppe I-Rennen gewonnen und schrieb ein weiteres Kapitel deutscher Turfgeschichte. 567.100 Pfund verdiente die Galopperin des Jahres mit diesem Erfolg. Die Plätze drei und vier gingen an St, Nicholas Abbey und Reliable Man, während der 30:10-Favorit Sea Moon nie eine Chance auf mehr besaß.
Für einen erneuten Triumph im Prix de l’Arc de Triomphe wird Danedream nun bei den Buchmachern in England zu Kursen zwischen 55 und 90:10 gehandelt.












