Suborics trumpft weiter auf: ?berraschung im Marathon

Seit dem vergangenen Wochenende gelingt ihm fast alles: Andreas Suborics agiert weiterhin in glänzender Form. Nach den vier Treffern am Sonntag mit dem Hansa-Preis-Coup auf Flamingo Fantasy als Highlight bewies der gebürtige Österreicher auch am Dienstag in Hamburg sein Können.

Auf einem Kandidaten, mit dem im Hamburg-Dresden-Pokal – 141. Langer Hamburger (Listenrennen, 20.000 Euro, 3200 m) so recht kaum jemand gerechnet hatte.

Der von Trainer Christian von der Recke (wurde von seiner Frau Claudia vertreten) für BMW Racing (dahinter verbirgt sich St. Moritz-White Turf-Vorstandsmitglied Barbara Keller) vorbereitete England-Import, im vergangenen Jahr vierfacher Sieger in seiner frühren Heimat, zeigte urplötzlich sein wahres Gesicht.

Denn als 161:10-Außenseiter sorgte der vierjährige Aldebaran-Wallach für sein bisheriges Karrierehighlight, nachdem er in Deutschland bei zwei Auftritten noch nichts viel bewegt hatte. Unterwegs galoppierte Tarkheena Prince im Mittelfeld des von Longoria (wurde in der Gegenseite durchgereicht) angeführten Feldes, Vorjahressieger Limatus, Santero und der Favorit Satier waren dichtauf, während Valdino und Brisant hinten auszumachen waren.

Vor allem Valdino, der außen seinen Platz verbesserte, und Satier machten im Schlussbugen noch einen starken Eindruck, doch das täuschte. Während im Einlauf Limatus schnell die Spitze eroberte, verpufften die Attacken der Favoriten. Ganz im Gegensatz zu Tarkheena Prince, der Mitte der Geraden regelrecht explodierte.

Ganz souverän setzte sich der Amerikaner von der Konkurrenz ab, wobei Limatus früh den Ehrenplatz sicher hatte und sich hier erneut sehr wacker schlug. ‚Er ist wie im letzten Jahr super gelaufen, nur den Sieger konnten wir nicht schlagen. Wir haben aber gute Pferde hinter uns gelassen. Verdient hätte er es zu gewinnen, aber der Sieger war besser‘, so Andrasch Starke nach Platz zwei mit Limatus.

Vom letzten Platz endete Brisant noch stark und wurde Dritter vor Valdino, der wieder nicht durchzog. ‚Natürlich wäre weicher Boden besser gewesen, aber das Geläuf war gut, keineswegs fest. Mit dem hohen Gewicht hat er sich ordentlich geschlagen‘, sagte Uwe Ostmann. ‚Er musste jedem Gegner vier Kilo geben, das sind acht Längen auf dieser Distanz. Wir sind knapp am dritten Geld vorbei, damit sind wir zufrieden‘, fasste Jockey Rene Piechulek die nächste Niederlage von Valdino in diesem Jahr zusammen. Der Black Sam Bellamy-Sohn scheint einfach nicht das Pferd aus der letzten Saison zu sein.

Dahinter schlug sich Miss Naline achtbar, während Satier sich aus bester Haltung völlig geschlagen gab und sehr enttäuschte. ‚Er war früh geschlagen, das kann so nicht stimmen. Gearbeitet hatte er sehr gut‘, berichtete Jockey Andreas Helfenbein.

‚Die letzte Form stimmt einfach nicht, das Tempo war viel zu langsam, in Baden-Baden wurde zu Beginn fast nur getrabt. Diesmal war es von Beginn an viel flotter, das kam ihm zugute, ich konnte ihn gut verstecken und im Einlauf seine Endgeschwindigkeit ausspielen. Seine Besitzerin war sehr skeptisch, aber der Trainer wie auch ich waren uns einig, dass er bei entsprechendem Rennverlauf gut abschneiden würde‘, erklärte Andreas Suborics seinen Überraschungssieg.

Der Jockey war seit dem Wochenende in Hamburg geblieben, da seine Derby-Kandidatin Bolivia schon in der vergangenen Woche ihre Schlussarbeit in Köln absolviert hatte.

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