Anfang Dezember war es die Nachricht schlechthin. Andreas Suborics wird in den Rennsattel zurückkehren. Einer der besten Reiter des Landes meldete sich drei Monate nach seinem Karriere-Aus zurück. „Ja, es stimmt. Ich werde wieder Rennen reiten‘, erläuterte Suborics Anfang Dezember exklusiv gegenüber GaloppOnline.de.
Drei Monate zuvor hieß es, dass der Österreicher nie mehr Rennen reiten können wird. Suborics zog sich Anfang April in Asien bei einem Trainingsunfall eine schwere Kopfverletzung zu und musste zweimal operiert werden. Das Karriere-Aus schien unumstößlich.
Am 29. Dezember 2010 gab es dann das langersehnte Suborics-Comeback. Subi war wieder da. Zumindest im Rennsattel. Bei welchem Stall er für die Saison 2011 anheuern würde, war zu diesem Zeitpunkt noch offen. Als klarer Favorit wurde natürlich Waldemar Hickst gehandelt, war Suborics vor seinem Unfall doch dort als Stalljockey in Köln beschäftigt.
Doch wie nun bekannt wurde, wird es überraschenderweise zu keiner weiteren Zusammenarbeit zwischen Andreas Suborics und Waldemar Hickst kommen. Während in den letzten Wochen hinter einem Engagement als Stalljockey am Hickst-Stall bereits ein Fragezeichen stand, soll es nun auch zu keiner Zusammenarbeit als Jockey am Stall kommen. Als Grund dafür wird die Finanzierung der neuen Position angeführt.
„Ich bin natürlich schon etwas enttäuscht, dass ich keine Chance auf eine Rückkehr in den Hickst-Stall bekomme. Wir haben vor meinem Unfall sehr gut harmoniert und verstehen uns nach wie vor gut. Dem Trainer sind natürlich die Hände gebunden, wenn einige Besitzer die Mehrbelastung nicht eingehen wollen. Das ist natürlich schade, ich wäre sicher zu einem finanziellen Kompromiss bereit gewesen. Wir sind so verblieben, dass ich im Rennen aber natürlich weiterhin für ihn in den Sattel steige, wenn es von dem jeweiligen Besitzer gewünscht ist‘, so Suborics gegenüber GaloppOnline.de.
Die meisten Pferde am Hickst-Stall ritt in der letzten Saison Alexander Pietsch, der nach wie vor als Jockey am Stall engagiert ist. Auch Pietsch genießt am Hickst-Quartier allerdings nicht die Rolle eines Stalljockeys, die „Besitzer haben die Freiheit, von Fall zu Fall zu entscheiden.‘
Wer sich die Dienste von Andreas Suborics nun sichert, bleibt abzuwarten. Die Szene deutscher Spitzenjockeys ist in den vergangenen Jahren immer dünner geworden und das Gros der Besitzer in Deutschland zeigte sich Anfang Dezember erfreut, als Suborics von seinem Comeback berichtete. Es ist auch gut möglich, dass der ein oder andere größere Besitzer sich die Dienste von Andreas Suborics sichert und diesen als Privat-Jockey anstellen wird.
„Ich hatte schon Anfragen, habe bisher aber natürlich immer darauf verwiesen, dass Herr Hickst mein erster Ansprechpartner ist und ich zunächst seine Entscheidung abwarten muss. Diese habe ich am Rosenmontag nun erfahren und muss mich nun entsprechend orientieren. Privatjockey für größere Besitzer ist mit Sicherheit auch eine Option. Generell möchte ich aber natürlich schon einen festen Stall im Rücken haben‘, so noch einmal Suborics, der aktuell bei 1561 Siegen (darunter 81 Grupperennen) steht.











