Der Hannoversche Stuten-Cup über 1900 Meter ist am Sonntag in Hannover sicher eine ganz pikante Angelegenheit zwischen den dreijährigen und älteren Ladies des Landes. Neun Stuten messen sich um 20.000 Euro auf Listenebene, die Mundry-Stute Ephigenie aus Röttgen siegte mit Andre Best bereits im August 2009 locker in Hannover.
Anfang August letzten Jahres steuerte Andre Best die Groom Dancer-Lady zu einem sehenswerten Treffer im Großen Preis der Hans G. Bock Inneneinrichtungen. In diesem Jahr hatte man sich eigentlich noch etwas mehr von Ephigenie erwartet, sie könnte im Frühjahr noch nicht soweit gewesen sein, als sie im Kölner Stutenpreis wenig Einfluss auf die Entscheidung hatte.
Nach einer Auszeit meldete sie sich während der Hamburger Derbywoche wieder zurück, landete aber erneut nicht im Vordertreffen.- Wohl auch deswegen sitzt Eugen Frank dieses Mal auf der dreijährigen Brümmerhoferin Not for Sale, der bereits im Frühjahr großes Talent nachgesagt wurde. Auch wenn die Monsun-Tochter noch sieglos ist, so machte sie bei beiden dritten Plätzen, die sie bislang in ihrer Karriere erreichte, einen starken Eindruck und sollte daher bestimmt einige Beachtung finden.
Ebenfalls dreijährig ist Intarsia, die von Ex-Fußballprofi Markus Münch trainiert wird und zuletzt in München ihre Gegner verlor. Nach diesem Eindruck sollte sie sich künftig auch in der Listenszene der deutschen Stuten etablieren können, Adrie de Vries hat den Ritt auf der Pentire-Tochter bekommen, die eine sehr interessante Kandidatin ist, aber ein Mehrgewicht zu schultern hat.
Von den älteren Pferden sticht Masquenada (Foto) etwas heraus. Die Stute des Stalles Alpenland hat sich in Hamburg auf Gruppeebene als Fünfte sehr gut verkauft, die Form am Baltromei-Stall ist weiterhin gut, zu Beginn der Woche gewann der Mülheimer Trainer noch zwei Rennen in Frankreich. Mit einem GAG von 88 Kilo steht die Lady, die von Dominique Boeuf geritten iwrd, rechnerisch gut in der Partie.
Zweijährig schon tolle Leistungen hat Top Act, die zweite Brümmerhoferin im Feld, gezeigt. Sie wird von Peter Schiergen in Köln trainiert und sein Stalljockey Andrasch Starke reitet die Fantastic Light-Tochter. Der fünfmalige Derbysiegjockey ist immer in den Top-Rennen des Landes einen Hinweis wert, denn seine starke Jockeyship hat schon so manches Rennen entschieden. Die Wittekindshofer Farben könnte auch Near Galante nach ganz vorne tragen, die aus dem Championquartier von Andreas Wöhler kommt.
Sie hat erst einen Jahresstart absolviert, bei dem sie in Krefeld noch nicht so dicht beim Ende auszumachen war. Doch mit etwas Steigerung ist auch sie in einem offenen Listenrennen als Siegerin denkbar.








