Unbedingt vermeiden wollte die Renn-Vereins-Mannschaft in Köln eine weitere Absage, nachdem der lange Winter und die damit verbundenen eingeschränkten Trainings-möglichkeiten am 12. und 26. März Rennen beim wichtigsten Dauer-Veranstalter des Landes zwei Termine vereitelt hatten. Auch diesmal drohte zunächst eine Absage, denn die Felder waren alles andere als groß.
Doch bei der Vorstarterangabe am Mittwoch wendete sich das Blatt zum Positiven. Blickt man auf die Besetzung der Rennen, dann grenzt es fast schon an ein Wunder, was man noch auf die Beine stellen konnte. Vorzüglich spielten die Quartiere mit. Lediglich ein Ausgleich IV wurde storniert.
Im Preis des Union-Gestüts, einem von zwei mit 20.000 Euro dotierten Listenrennen proben zum ersten Mal die dreijährigen Stuten für die 1000 Guineas, den ersten Klassiker der Saison. Im Feld der sieben Kandidatinnen entdeckt man gleich mehrere Stuten, die sich schon als Zweijährige in besserer Gesellschaft in Szene gesetzt haben.
Wie Fantastica aus dem Stall von Trainer Uwe Ostmann (Foto), die bei zwei Auftritten noch ungeschlagen ist und sich mit dem Dortmunder Auktionsrennen schon den ersten großen Zahltag sicherte. Fast noch besser sind die Referenzen von Almerita (Eduardo Pedroza), die nach dem Düsseldorfer Auktionsrennen im Preis der Winterkönigin lediglich an der bisherigen Jahrgangsbesten Nordtänzerin scheiterte.
In der Winterkönigin landete sie schon vor Navette, doch verdient auch die von William Mongil zu reitende Schimmelstute einige Berücksichtigung. Das gilt auch für Donatessa (Andrasch Starke), die 2005 in Düsseldorf nur gegen Almerita unterlag, bei letzter Gelegenheit dann in Köln den verdienten Maidensieg schaffte. Mario Hofers zweite Waffe ist die aktuell formstarke Isarnixe, die zur Starterangabe mit Jockey Jean-Pierre Carvalho nachgenannt wurde.
Als einziges Pferd hat die Banyumanik-Tochter zwei Maidenrennen (auf Sand und Gras) gewonnen). Sogar schon dreimal (in holländischen Listenrennen) erfolgreich war Jan Pubbens Mellanie Surprise (Norman Richter), die nun Farbe bekennen muss.
Auch für Rose Rouge (Adrie de Vries) läutete die Siegglocke spät im Jahr, doch wusste die Art und Weise ihres Mülheimer Erfolges sehr zu gefallen.
Gerade einmal fünf Kandidaten standen zunächst im Aufgebot der Frühjahrs-Meile, doch hier warb man noch um weitere Teilnehmer, präsentiert nun ein versprechendes Feld von acht Pferden. Werner Baltromei nannte Gandolfino (Andreas Boschert) nach, einen der Protagonisten der Winter-Saison. Apeiron (Andrasch Starke) ist seit Juli nicht mehr am Start gewesen, aber als Frühaufsteher bekannt und besitzt in Bestform Gruppe-Format. Er wird begleitet von der Trainingsgefährtin River Melody (Jean-Pierre Carvalho), die sich in diesem Quartier bestens etabliert hat und in Köln bereits gruppeplatziert war.
Thomas Horwart vertraut mit Mitico (Filip Minarik) und Sambaprinz (Jozef Bojko) auf seine beiden Paradepferde, die sich beide im Winter gut genug aus der Affäre gezogen haben. Wieder Vertrauen gefunden haben könnte Norbert Sauers Last Action Hero (Eduardo Pedroza. Reiche Beute machte Tyberior (noch für Marco Lücke) in den letzten Jahren in Frankreich, steht nun bei Ira Ferentschak aus Martfeld. Interessanterweise sicherte man sich die Dienste von Andreas Suborics, dem Spitzenreiter der aktuellen Statistik. Dagegen wirkt die noch sieglose Esposita Rheinberg (Carina Fey) ziemlich überfordert.
Auch die Maidenprüfung für den Derby-Jahrgang ist ausgezeichnet zusammengekommen. Ein Ausgleich II und weitere versprechende Handicaps sowie ein Amateurreiten sind im Angebot – die Karte kann sich sehen lassen. Interessant für alle Besucher: Zum Saisonauftakt gibt es beim Wettexperten-Spiel wieder einen Ford Ka zu gewinnen.












