Wieder die Startmaschine! 2. Rennen in Bremen annulliert

Das Thema Start beschäftigt den deutschen Turf aktuell sehr. Nachdem es am Sonntag in Düsseldorf im Fegentri-Rennen bereits den Fall gab, dass sich bei einem Pferd die Boxentür nicht öffnete, war dies auch am Mittwoch, beim PMU-Renntag in Bremen der Fall. Es geschah im zweiten Rennen, dem Ausgleich IV über 1600 Meter. Ganz außen, bei Kimbra und Adira, ging die Boxentür nicht auf, bzw. verspätet auf, sodass das Feld ohne diese beiden auf die Reise ging. Rene Piechulek, Jockey von Atlantic Isle, nahm an, dass es sich um einen Fehlstart handelte, und hielt sein Pferd an. Die anderen 14 Jockeys ritten jedoch bis ins Ziel, als klarer Sieger ging Frank Fuhrmanns Novacovic unter Eugen Frank vor Auenstern und Dark Fighter über die Linie. Doch das spielte keine Rolle, denn die Rennleitung annullierte das Rennen schließlich.

Aufgrund eines technischen Defekts konnten die Reiter über den Fehlstart nicht benachrichtigt werden . „Wir bedauern diesen einmaligen Vorfall sehr“, so Vorstandssprecher Frank Lenk. „Aus Fairness gegenüber allen Aktiven und Wettern wurden die Wetteinsätze für dieses Rennen natürlich zurückgezahlt.“ Die Kunden in den Wettannahmestellen bekamen das aber zunächst überhaupt nicht mit, denn auf dem Laufband der TV-Bildschirme gab es nicht die geringste Information darüber.

Den verloren gegangenen Sieg holte sich Eugen Frank im sechsten Rennen, dem Ausgleich IV über 2100 Meter, zurück, als er mit Pavel Bradiks Van Victory (283:10) trotz Mehrgewichts gegen Abbanandi und Pleasantpathfinder zum Zuge kam. Das wichtigste Handicap des Tages, der Ausgleich III über die Meile, ging durch den Seriensieger Victorious (35:10) nicht unerwartet in den Stall von Dr. Andreas Bolte. Der vierjährige Tertullian-Sohn kam bei seinem vierten Sieg in Serie so leicht gegen Zephyros und Naval zum Zuge, dass er auch beim nächsten Mal wieder ganz weit vorne landen sollte.

Halb Deutschland hatte im Rennen für die sieglosen Dreijährigen über 1400 Meter die von Yasmin Almenräder trainierte Debütantin Silicon Valley gewettet. Am Vormittag fielen die Festkurse auf die Sholokhov-Tochter bei den Internet-Buchmachern ins Bodenlose. Schließlich ging die im Besitz des Stalles Lustige Fünf stehende Stute unter Ian Ferguson als 35:10-Chance ins Rennen. Und wurde dem großen Vertrauen dann auch gerecht, als sie sicher mit eineinviertel Längen Vorsprung gegen die extrem unglückliche Auenquellerin Daring Art, und den niederländischen Gast Hong Kong Phooey gewann. Somit landeten drei Debütanten auf den ersten drei Plätzen.

 

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