Es ist angerichtet. Das Derby-Meeting 2012 beginnt exakt um 16:25 Uhr am Freitagnachmittag mit einer Dreijährigenprüfung. Und dass es gleich am Eröffnungstag auch ein Gruppe-Rennen im Angebot gibt, macht die Sache natürlich gleich noch interessanter. Der große Preis der Jungheinrich Gabelstapler (Flieger Trophy) führt über 1200 Meter.
55.000 Euro stehen über der Gruppe-III-Prüfung, die im letzten Jahr von Walero (Foto) gewonnen wurde. Der Ostmann-Crack behauptete sich in einem engen Finish gegen den schwedischen Gast Calrissian und den „Evergreen“ aus dem Quartier von Mario Hofer, Smooth Operator. Die drei Erstplatzierten des letzten Jahres sind auch am Freitag wieder unter Order. Doch wer auf diese Dreierwette am Freitag am Totalisator setzt, der wird sicherlich recht gut belohnt, falls sie wirklich erneut eintreffen würde. Denn das zehn Pferde umfassende Starterfeld sieht sehr ausgeglichen aus (Zum Langzeitmarkt).
Vor allem Walero scheint derzeit doch ein gutes Stück von seiner Bestform entfernt zu sein ist ohnehin eher ein Pferd für weichen Boden. Uwe Ostmann hat zudem mit The Call einen weiteren Starter im Feld, der sich zuletzt in Frankfurt als Zweiter sehr stark aus der Affäre zog. Es wird interessant zu sehen sein, wie sich der Auenqueller im Verhältnis zu den älteren Pferden schlagen wird. In Frankfurt gut gelaufen kann er nun beweisen, dass er in Deutschlands Sprintelite gehört. Mit Andre Best ist einer der besten Leichtgewichtsreiter des Landes engagiert worden und es sind durchaus auch Siegchancen für The Call ersichtlich.
Bei Smooth Operator fällt auf, dass er in dieser Saison zweimal mit Steffi Hofer gewann und, als Gerald Mosse beim letzten Auftritt engagiert wurde, da Steffi Hofer verletzungsbedingt ausfiel, schwächer lief. Nur gut, dass Steffi Hofer in der Zwischenzeit wieder gesundet ist und so wieder reiten kann,
Championtrainer Andreas Wöhler hat auch einen interessanten Vertreter im Rennen. Denn Govinda siegte in diesem Rennen vor zwei Jahren, als Stalljockey Eduardo Pedroza (auch am Freitag wieder im Sattel) richtig schwitzen musste, um die geforderten 54,5 Kilo in den Sattel zu bringen.
Und auch wenn Govinda dieser Tage nicht mehr unbedingt in jedem Rennen die Klasse von seinem Gruppesieg zur Verfügung hat, so bot er zuletzt in Schweden noch eine sehr starke Partie und gehört neuerlich in Hamburg in die Überlegungen. Die Partnerschaft mit Eduardo Pedroza ist natürlich ein weiteres Plus für den Königsforst-Galopper. Nach feinem Saisondebüt kam bei den letzten beiden Starts von Ferro Sensation nicht mehr viel, er könnte auf weichem Boden ohnehin besser aufgehoben sein. Aber die Niederschläge können an der Alster erfahrungsgemäß rasch einsetzen und das würde dem Pubben-Star sicher in die Karten spielen.
Zusätzlich zu reichlich tollen deutschen Startern, die durch den Schiergen-Sprinter Exciting Life ergänzt werden, sind aber auch einige Gäste zu beachten. Nur allzu gut bekannt in hiesigen Gefilden ist Amico Fritz. Das Sprint-Ass von Alexander Pereira hat schon drei Grupperennen in Deutschland gewonnen. Sein Coach ist Henri-Alex Pantall und dieser Coach hat mit seinen Deutschland-Startern eine exorbitant gute Ausbeute. Fabrice Veron ist im Sattel angegeben. Allerdings ist auch die nordeuropäischer Fraktion stark zu beachten, das hat der letztjährige Ehrenplatz von Calrissian bewiesen.
Andrasch Starke setzt sich bestimmt nicht umsonst auf dieses Pferd, der Top-Jockey rechnet sich erhebliche Siegchancen aus. Auch Exhibition und Tertio Bloom sind Kandidaten, die an einem sehr guten Tag weit vorne mitmischen können. Es sind also viele Teilnehmen für den Platz ganz vorne zu berücksichtigen.












