Start in eine neue Dimension: Die Harzburger Feuertaufe

Der Galopprennsport steckt in einer Krise, gar keine Frage. Wenn dann aber ein Rennveranstalter mit seinen Partnern enorme Summen investiert, dann ist das schon sehr bemerkenswert. In Bad Harzburg hat man nun richtig tief in die Tasche gegriffen, das Erscheinungsbild der Bahn nicht nur modernisiert, sondern auch weitreichend mofifiziert.

Eine reelle Kursführung ist entstanden, zahlreiche neuralgischen Punkte wurden beseitigt. 2,5 Millionen Euro kostete das ehrgeizige Projekt. Am Donnerstag fällt der Startschuss für die erste Rennwoche auf der neuen Anlage. Sieben Tage lockt man am Fuße des Brocken mit spannenden Flach- und Hindernisrennen, denn gerade für den Sport zwischen den Flaggen hat man ein Herz am Weißen Stein.

Der bisherige Flachkurs wurde von 1550 auf 1730 Meter verlängert, ist jeweils zwanzig Meter breit. Die Zielgerade ist ab sofort 350 Meter lang. Zwar wird die alte Rennbahn also gewissermaßen beerdigt, doch ist das sicher überhaupt kein Grund zu Trauer. Ganz im Gegenteil, fairer Sport wird geboten.

Bereits um 14.15 Uhr gibt es am Donnerstag eine offizielle Rennbahnführung mit dem Präsidenten des Harzburger Rennvereins. Um 15 Uhr werden Direktoriums-Präsident Jochen Borchert und Turf-Legende Hein Bollow dann feierlich und offiziell die Bahn eröffnen. Natürlich sind für diesen Nachmittag zahlreiche Aktionen und Überraschungen vorgesehen, auf die sich das Publikum schon jetzt freuen darf. So wird beispielsweise ein Schauspieler als Heinrich IV. auftreten.

Acht Prüfungen umfasst die Auftaktkarte. Im zweiten Rennen, einem Altersgewichtsrennen, die aktuell gar nicht einfach zu besetzen sind, kommen mit Linux und Los Darios bessere Pferde an den Ablauf. Letztgenannter bezog in Hannover zuletzt eine sehr unglückliche Niederlage als brandheißer Favorit. Neben dessen Trainer Peter Rau sind auch Champion Peter Schiergen (Foto), Christian von der Recke, Pavel Vovcenko, Uwe Stoltefuß oder andere gegeben sich die Ehre.

Aber auch vierbeinige Cracks sind mit von der Partie. Man denke nur an Fiepes Shuffle oder Timolino, die im mit nur vier Kandidaten bestückten Hürdenrennen (Preis der Horstmann Greens-Lawn Gmbh) natürlich nach Klasse deutlich herausstehen. Timolino, ein Schützling von Matthias Keller, war zuletzt sogar in einer Gruppe I-Prüfung in Italien platziert. Im Preis der Sport-Welt sind die Handicap-Steepler angesprochen. Es lohnt sich also, gleich zu Beginn anzureisen.

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