Die Sonntagskarte in Iffezheim hatte es wahrlich in sich. Gleich in der zweiten Tagesprüfung stand mit dem auf Listenebene gelaufenen und mit 20.000 Euro dotierten Veuve Clicquot Cup das erste Highlight des Tages auf dem Programm. Zwar standen in dieser 2200 Meter-Prüfung nur sechs Pferde unter Order, dafür kam aber mit Waldpark unter anderem der Derby-Sieger des Vorjahres an den Start.
Das Kommando ging aber zunächst an den von Elfi Schnakenberg trainierten Quinindo (Foto), der sich unter Adrie de Vries um die Pace bemühte und der, wie sich zeigen sollte, diese Position nicht mehr preisgab. Dahinter folgte Sommernachtstraum (Walemar Hickst/Andrasch Starke). Auf Rang drei hielt sich Andreas Wöhlers Waldpark mit dem britischen Top-Jockey Wiliam Buick in bester Angriffspostion. In seinem Fahrwasser steuerte Filip Minarik Silvaner (Peter Schiergen), der allerdings am Ende nichts mit dem Ausgang des Rennens zu schaffen hatte. In dieser Reihenfolge ging es um das Iffezheimer Rund.
Das erste Ausrufezeichen setzte ausgangs des Schlussbogens Dagostino (Jutta Mayer/Mirco Demuro), der die äußere Spur verließ und seinen Weg an der Innenseite suchte. In der Bahnmitte wurde nun auch Waldpark bemüht und kam an den lange führenden Quinindo heran. Doch der Monsun-Sohn kämpfte stark weiter und behielt im Kampf mit Waldpark die Oberhand und so reichte es am Ende zu einem starken Start-Ziel-Sieg. Auch das Rezept von Mirco Demuro ging auf, denn Dagostino kam noch auch den dritten Rang, nachdem er zuvor lange im hinteren Teil des Feldes galoppierte. 121:10 zahlte der Außenseiter-Sieg des vierjährigen Monsun-Sohnes am Iffezheimer-Toto (Video ansehen).
„Wir sind natürlich enttäuscht und auch ein wenig ratlos“, gab Andreas Wöhler zu verstehen, der Quinindo noch im letzten Jahr für das Gestüt Fährhof trainierte. Elfi Schnakenberg war natürlich überglücklich nach dem Sieg. „Vor dem Rennen wäre ich mit Rang drei zufrieden gewesen“, zeigte sie sich selbst ein wenig überrascht.
„Die letzte Form aus Berlin war zu streichen, da die Blutwerte nach dem Rennen nicht stimmten. Aber er ist schon ein toll gesteigertes Pferd“, so die Trainerin weiter. Quinindo-Besitzer Axel Oertel war nicht vor Ort, da, wie er sagt,seine Pferde meistens gewinnen, wenn er nicht zugegen ist.













