Das nennt man volles Vertrauen! Adrie de Vries, der in diesem Jahr seinen zweiten Ruf an den Stall von Hans-Albert Blume vergeben hat, wusste ganz genau, was er in der Hand hatte. Das konnte jeder der zahlreichen Turffans am Sonntag im Krefelder Topereignis sehen. Und der im Vorjahr nur knapp am Championat vorbeigeschrammte Jockey hatte sich nicht getäuscht.
Canternd erreichte Aspectus (Foto) mit dem Holländer die Gerade an dritter Position im achtköpfigen Feld des Preis der Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH – Dr. Busch-Memorial (Gruppe III, 50.000 Euro, 1600 m). Noch bestimmte Mharadono vor Mannico die Fahrt, doch der Winterfavorit, der als 22:10-Favorit angetreten war, galoppierte verheißungsvoll.
Mitte der Geraden dieses wichtigen Mehl-Mülhens und Derby-Tests zog Aspectus schließlich ganz locker vor das Feld und geriet nicht mehr in Gefahr. Das war die Super-Vorstellung des Klasse-Spectrum-Sohnes aus dem Gestüt Röttgen, die Turf-Deutschland erwartet hatte! Leicht, eine dreiviertel Länge, so sah der Zielrichter den Erfolg des nur mit den Händen gerittenen Dreijährigen.
Enorm stark wurde noch der Außenseiter Lord of England, mit dem Andreas Suborics lange gewartet hatte, ehe er vom letzten Platz noch an dem Co-Favoriten Oriental Tiger (Andreas Boschert), der nicht so gut abgekommen war, mit einem Kopf vorbeikam. Orakel-Sieger Mannico (Andrasch Starke) konnte sich nicht mehr steigern, endete auf Rang vier.
‚Wir sind hochzufrieden. Er hatte ein ideales Rennen. Vielleicht war er sogar einen Tick zu früh vorne. Er startet nun im Mehl-Mülhens-Rennen‘, kommentierte Aspectus´ Betreuer Hans-Albert Blume. Über das Stehvermögen wird man erst später Genaueres erfahren.
‚Eigentlich braucht er noch festeren Boden‘, sagte Mario Hofer über Lord of England, während er bei Mannico anmerkte: ‚Er lief seine Form aus, das waren heute stärkere Gegner.‘ Für den Tiger Hill-Sohn Oriental Tiger dürfte es nach Worten von Trainer Uwe Ostmann ’noch weiter sein, aber der Jockey hat ihm auch nicht wehgetan.‘
Sehenswert an einem sonnigen Nachmittag in Krefeld war auch das Jagdrennen, das an den von Peter Schiergen vorbereiteten Armand ging. Der ‚Allrounder‘ kam leicht gegen Ariostello und Hanseat hin. Der nur viertplatzierte Favoriten Fiepes Shuffle hatte vorne früh ausgespielt.
Im Ausgleich II schaffte der Ittlinger Lando-Sohn Kiton (Torsten Mundry/Peter Rau) einen Favoritentreffer, die 32:10-Chance ließ sich ließ sich auch den überraschenden Vorstoß von Sinamix im Schlussbogen nicht berirren. Dieser landete am Ende sogar hinter Lourival und Carus auf dem vierten Platz.
In guter Erinnerung wird Reiterin Maria Papke den Nachmittag behalten, gewann sie doch mit Mandolina und Orissa (beide aus dem Quartier von Waldemar Hickst) wie Adrie de Vries (Shawano, Aspectus) und Peter Schiergen zwei Prüfungen.
Mit dem Umsatz durfte man bei bester Witterung sehr zufrieden sein. In den neun Prüfungen summierten sich rund 295.000 Euro, womit man den Vorjahresumsatz um ca. 10.000 Euro überbot.











