Ein Ausflug nach Riem könnte sich am Sonntag lohnen. Zunächst einmal die gute Nachricht für Besucher und Veranstalter gleichermaßen. Der zurzeit durchwachsene Sommer, zeigt sich von seiner sonnigen Seite und beschert München warme Temperaturen. Ideales Rennsportwetter also für ein Highlight, wie es die Riemer präsentieren.
Der zur Listenklasse zählende und mit 20.000 Euro dotierte Bavaria-Preis über die Distanz von 2000 Meter sollte allemal Grund genug sein, der Rennbahn in der bayrischen Landeshauptstadt einen Besuch abzustatten. Neun Pferde stehen in dem als achte Prüfung im Programm geführte Rennen unter Order. Für gewöhnlich sind es die Riemer Trainer selbst, die häufig die Favoriten stellen.
So und nicht anders stellt sich auch die Situation vor diesem Rennen dar. Es ist der in München ansässige Coach Wolfgang Figge, der mit dem von ihm trainierten Pakal (Foto) den Anwärter auf den Sieg stellt, auch wenn dieser Auftritt eher als Generalprobe für den Dallmayr-Preis zu sehen ist, wie Figge erklärt. Der Lord of England-Sohn aus dem Besitz des Stalles Salzburg überraschte zuletzt mit einer enormen Steigerung im zur Gruppe III zählenden Bavarian Classic, als er vor Derby-Pferden wie Black Arrow und Salon Soldier als 118:10-Außenseiter gewann.
In seinem Lager bewahrte man allerdings Ruhe. Man verzichtete auf eine Nachnennung für das „Blaue Band“ und arbeitet weiter gelassen an der Rennkarriere Pakals, der in der nun anstehenden Prüfung einen lösbare Aufgabe vorfindet, auch weil er vom Gewicht günstiger in der Partie steht als etwa ein Wheredreamsare aus dem Gestüt Park Wiedingen, der zuletzt in Chantilly den Prix de Lions gewann. Ansonsten hat der Monsun-Sohn in dieser Klasse noch keine Bäume ausreißen können.
Gefährlich ist auch der von John David Hillis trainierte Why Not, der in Riem seine Vierjährigen-Kampagne beginnen wird. Als Dreijähriger wusste der Königstiger-Sohn vollends zu überzeugen und reist mit weißer Weste nach Bayern. Zwei Starts – zwei Siege können sich sehen lassen, die allerdings sämtlich auf kürzeren Wegen erzielt wurden. Zudem muss er sich in dieser Klasse erst einmal zurechtfinden. Er wäre nicht der erste, der Probleme mit dem Sprung vom Dreijährigen zum Vierjährigen bekäme.
Wann platzt der Knoten bei Nexius? Diese Frage darf erlaubt sein bei einem Pferd, das sich bei seinem einzigen Start als Zweijähriger gleich in Siegform präsentierte und auch 2012 auf Listen- und Gruppe-Ebene sein Können unter Beweis gestellt hat. Zum vollen Erfolg reichte es dabei für den von Waldemar Hickst für den Stall Nizza trainierten Catcher In The Rye-Sohn noch nicht, doch scheint der Dreijährige bald fällig zu sein – vielleicht schon am Sonntag in Riem.













