Das Sprungbrett für den Klassiker

Den 18. Juni 2017 haben sich die Besitzer von veranlagten dreijährigen Stuten schon dick in ihrem Kalender angestrichen. Denn an diesem Tag stehen in Düsseldorf die German 1.000 Guineas an. In dem ersten Stuten-Klassiker der Saison geht es nicht nur um ein stattliches Preisgeld von 125.000 Euro auf der 1.600 Meter-Distanz. Sondern auch um sehr viel Renommee, das für die spätere Zucht-Karriere gerade bei den Ladies von immenser Bedeutung ist. (Zum Langzeitmarkt)

Zwei Monate vorher geht am Ostermontag die erste ganz entscheidende Etappe auf dem Weg zum Klassiker auf der Galopprennbahn in Köln über die Bühne, wo die Saison 2017 somit mit einem spektakulären Highlight eröffnet wird. Im Karin Baronin von Ullmann-Schwarzgold-Rennen (Gruppe III, 55.000 Euro, 1.600 m), das an die frühere Besitzerin des Gestüts Schlenderhan erinnert, messen sich fast alle Ladies, die im Wettmarkt aktuell in vorderster Front stehen.

Angeführt wird diese Liste von Delectation (75:10 im Guineas-Wettmarkt), die Australian Bloodstock gehört, das u.a. mit Protectionist, Articus und etlichen anderen Pferden schon etliche Cracks hierzulande in seinen Erfolgsstall einreihte. Bisher war die Delegator-Tochter bei Bryan Smart in England in Training, ehe sie nun zu Andreas Wöhler nach Spexard wechselte. Zwei Starts, zwei Siege, so lautet ihre Top-Bilanz, darunter auch der Triumph in den Firth Of Clyde Stakes (Gruppe III) im September in Ayr, der mit zweidreiviertel Längen Vorsprung auch sehr locker ausfiel. Verschlechtert haben dürfte sie sich seit dem Wechsel zu Andreas Wöhler bestimmt nicht, der das Schwarzgold-Rennen zuletzt 2015 mit La Saldana und 2014 mit Meerjungfrau gewann. Allerdings saß beide Male nicht Eduardo Pedroza im Sattel, der Delectation steuert.

Diesmal entschied er sich aber für sie und gegen die im Besitz des Dubai-Großeigners Jaber Abdullah stehende Rainbow Royal, die wie Delectation ebenfalls noch eine weiße Weste besitzt. Zweimal war bei ihren drei Treffern Mailand die Erfolgsstation, zuletzt im Premio Dormello (Gruppe III). Jozef Bojko, ihr Jockey, gewann 2015 genau in diesen Farben mit Full Rose die 1.000 Guineas. 100:10 ist ihr aktueller Kurs dafür.

Genau dieselbe Quote gibt es derzeit für einen klassischen Sieg in Düsseldorf auf Dr. Christoph Berglars imponierende Frankreich-Siegerin Peace in motion, die dritte ungeschlagene Lady im Köln-Aufgebot. Ihr Trainer Waldemar Hickst stellte im Ullmann-Memorial mit Parvaneh die Vorjahressiegerin. Lesen Sie im RaceBets-Blog etwas mehr über Waldemar Hickst. (Zum Blog)

Auch die Fährhoferin Hargeisa aus dem Stall von Mario Hofer, die zweijährig schon hochdekotiert und vor allem früh zur Hand war, wird bei einem Kurs von 10:1 eingeschätzt und absolviert nun ihre Generalprobe in der Domstadt. Ihr Vorbild ist natürlich die vor zwei Jahren hier siegreiche La Saldana. Aber die Liste ließe sich beliebig fortsetzen und beweist: Wer in Köln am Ostermontag die Nase vorne hat, dessen Kurs wird für die Guineas nicht nur kräftig purzeln, sondern diese Stute dürfte auch in dem Klassiker ganz weit vorne sein. Sichern Sie sich daher Ihren Kurs bei RaceBets am besten schon vorher. Es könnte sich lohnen! (Zum Rennen)

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