Speed-Schwede Alcohuaz gewinnt auch den Flieger-Preis

Spannender kann ein Rennen kaum enden. Es war ein packendes Finish, welches die Besucher am Sonntag im zur Listenklasse zählenden Hoppegartener Fliegerpreis (27.000 Euro) über 1200 Meter auf der berühmten Geraden Bahn zu sehen bekamen. Am Ende siegte ein alter Bekannter auf der Park-Bahn. Der Schwede Alcohuaz (35:10) gewann nach dem Sprint Cup nun auch den Fliegerpreis.

Drei Pferde (Foto) machten die Entscheidung unter sich aus. Und wie schon am 15. Juni entwickelte der schwedische Gast, ein neunjähriger Merchant Of Venice-Sohn, aus dem Rennstall von Lennart Reuterskiöld den meisten Speed und fing mit Jockey Elione Chaves die kurzzeitig wie die Siegerin aussehende Alpha aus dem Quartier von Reiner Werning noch ab, die auch noch den Tschechen Mikesh vor sich dulden musste, aber an diesem Tag das mit Abstand beste deutsche Pferd in dieser Listen-Prüfung war (Video ansehen).

Für Pascal Jonathan Werning war der Ritt auf Alpha der letzte Einsatz an diesem Tag. Nachdem die Stute Amelie Beat im ersten Rennen in ihrer Startbox gestiegen war, hatte sich der Dortmunder Jockey verletzt. Für Alpha biss er noch einmal auf die Zähne. Danach ging aber nichts mehr. Es bestand der Verdacht eines Steißbeinbruches.

Das wertvollste Handicap des Tages, der mit 22.500 Euro dotierte Ausgleich I über 1400 Meter, ging an Waldemar Hicksts‘ Stark Danon (Norman Richter), der gegen König Arte und Siempre Manduro gewann. Für den Marchand De Sables-Sohn aus dem Besitz von Guido Schmitt war es der erste Sieg in dieser Saison, nachdem er in einem Dortmunder Ausgleich I schon einmal Dritter wurde.

Besser hätte dieser Tag für Andre Best nicht beginnen können. Der Jockey feierte seinen zweiten Hochzeitstag und durfte sich an diesem besonderen Tag gleich im ersten Hoppegartener Rennen, dem Ausgleich II über 1200 Meter, über den Sieg auf Mario Hofers Best Dreaming (22:10) freuen. Auf den Plätzen landeten Ach Was und Kepler.

Im Dreijährigen-Rennen über 2000 Meter brachte der von Andreas Wöhler für Jaber Abdullah trainierte Glorious Sinndar das Favoritengeld unter Eduardo Pedroza (25:10) ganz sicher vor Hot Like Mexiko nach Hause. Auf dem dritten Rang folgte Time To Hope.

Eine ganz starke Vorstellung bot der vierjährige Shamardal-Sohn Moscatello im Ausgleich II über 2200 Meter. Mirco Demuro, der seinen Partner mit sehr viel Vertrauen vom letzten Platz aus ritt, trug die Farben des Gestüt Winterhauchs. In der Zielgeraden entwickelte der Schützling von Andreas Löwe den meisten Speed und fing den lange führenden Bint Nayef noch ab. Für den 23:10-Favoriten Moscatello war es schon der dritte Sieg in Serie.

Mann des Tages war eindeutig der Belgier Stephen Hellyn, der nicht nur den Großen Preis von Berlin (siehe Extrabericht) gewinnen konnte, sondern mit Gregorious auch noch den Ausgleich IV über 2000 Meter und mit Saturday den Ausgleich III über die Meile gewann.

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