Nun kennen auch die italienischen Rennsportfreunde Christophe Soumillon (Foto), den aus Belgien stammenden und in Frankreich so groß herausgekommenen Star der internationalen Jockey-Szene. Am Tage des französischen Derbys, das er mit Darsi für den Aga Khan gewonnen hatte, 25 Jahre alt geworden, ist der französische Jockey-Champion derzeit das Maß aller Dinge und hat kürzlich seinen 1000. Sieger geritten.
Am Sonntagnachmittag bestritt er seinen ersten Auftritt auf der Mailänder San Siro Bahn und landete gleich einen Gruppe I-Treffer im Gran Premio di Milano. Mit der vierjährigen Shamdala war es wieder in Pferd aus dem Bestand des Aga Khan, das den hoch dotierten Sieg davon trug, standen doch immerhin 352.000 Euro über der 2400 Meter-Prüfung, die sechs Pferde am Start sah.
Darunter auch den von Horst Steinmetz trainierten Nicaron, Derbysieger von 2005, der allerdings immer in hinteren Regionen auszumachen war, sich in der Schlussphase kurz zu verbessern vermochte, doch nicht entscheidend von hinten wegkam und als Sechster die Ziellinie passierte.
„Der Boden war nicht mehr passend. Nicaron hat auch schon beim Aufgalopp keine Aktion gezeigt und dann auch im Rennen nie angepackt. Auf festem Boden wird er auf keinen Fall mehr antreten“, erklärte der enttäuschte Neusser Trainer. Hinter der souverän siegenden 14:10-Favoritin Shamdala, die von Alain Royer-Dupre trainiert wird, wurde der lange führende Groom Tesse Zweiter vor Vol du Nuit.
Das absolute Glanzstück an diesem Mailänder Großkampftag, der Rennpreise in Höhe von 1.035.100 Euro in acht Prüfungen bereit hielt, lieferte Soumillon später in den Italian Oaks, als er mit Dionisia, Siegerin des Premio Mario Incisa Ende Mai, die Konkurrenz überlegen abfertigte. Nach einem Rennen aus dem Vordertreffen löste sich die Stute von Twardowska (Christophe-Patrice Lemaire) und der lange chancenreichen Souvenance, die von Mark Prescott aus England entsandt worden war.
Pech hatte die Fährhoferin Damascena (William Mongil), die im Einlauf grob gestört wurde und damit sämtliche Chancen einbüßte, nachdem sie bis dahin immer in der vorderen Gruppe gelegen hatte. „Damascena wurde von Mara Spectrum und Twardowska in die Zange genommen und büßte dadurch ihre ausgezeichnete Lage ein“, kommentierte Peter Schiergen die entscheidende Szene seiner Stute.
Adrie de Vries, im Vorjahr mit der Röttgenerin Gyreka erfolgreich, hatte auf Samerous ebenso wenig zu bestellen wie Eddy Pedroza mit Turning Light. Alle landeten im geschlagenen Feld.
Interessant: Alleine in den Italienischen Oaks wurden im Stiefelland über 800.000 Euro umgesetzt.











