Auch Rennen mit nur vier Pferden können spannend sein: Das wurde am Sonntag im Silbernen Band der Ruhr bewiesen. Das mit 3400 Metern längste deutsche Flachrennen, als Listenrennen gelaufen, war über die gesamte Distanz, vor alem aber in der Zielgeraden eine ganz spannende Angelegenheit. Lange hatte Palais Tiff für die Pace gesorgt. Als Erster musste der Außenseiter Quebo passen, als das Tempo verschärft wurde.
In der Geraden war es dann Lüttis Champ, der als Erster einen Angriff auf den Pacemaker startete und an diesem auch vorbei war. Dann kam jedoch die Attacke des von Norman Richter gerittenen, von Werner Baltromei trainierten 14:10-Favoriten Soterio. Und dieser ließ Lüttis Champ keine Chance.
Doch damit war die Angelegenheit noch nicht entschieden, denn innen zog auch Palais Tiff noch einmal an, doch hielt Richter (Foto), dem an diesem Tag alles gelang, den Sieg in dem 20.000 Euro-Rennen fest.
Sieben Mal war der bei Andreas Schütz beschäftigte Kölner Jockey an diesen Tag in den Sattel gestiegen, mit Biancaneve, Rose Rouge, Blazing Beauty, Princess of Eden und schließlich Soterio kehrte er fünfmal als Sieger in den Absattelring zurück. Bei den weiteren beiden Ritten belete er mit Aton‘ Ba (Araberrennen) und Villa Vita den zweiten Platz.
Das dürfte wohl der größte Tag in der Karriere des Leichtgewichtsreiters gewesen sein. Im Silbernen Band der Ruhr war der vor dem Zug als Mitfavorit geltende Catch me nicht an den Start gekommen, da er den Besitzer (aus Irland) gewechselt hat und dieser nicht mehr in dem Steher-Marathon starten wollte.










