Um 16.05 Uhr hält Deutschland den Atem an

Am Sonntag wird es ernst für Dschingis Secret und Iquitos. Die beiden deutschen Cracks treten im mit fünf Millionen Euro dotierten Qatar Prix de l’Arc de Triomphe an. Um 16.05 Uhr öffnen sich an der 2400 Meter-Startstelle von Chantilly die Startboxen zum immer noch renommiertesten Galopprennen der Welt (Zum Langzeitmarkt) und ganz Deutschland drückt den Beiden die Daumen in der Hoffnung, den großen Triumph aus dem Jahr 2011, als Danedream gewinnen konnte, zu wiederholen. Andrasch Starke ritt die Lomitas-Tochter damals zum Sieg und sorgte für einen der ganz großen Gänsehautmomente der jüngeren Vergangenheit.

Am Sonntag wird Starke den von Hans-Jürgen Gröschel trainierten Adlerflug-Sohn Iquitos aus dem Besitz des Stalles Mulligan reiten. Dem diesjährigen Sieger des Großen Dallmayr-Preises wird im Arc eine Außenseiterrolle zugeschrieben. Kein Problem für Gröschel. „Wir konzentrieren uns auf uns und sind stolz im Arc anzutreten. Wir hoffen auf eine gute Leistung, und dass wir die hiesigen Interessen so gut wie möglich vertreten.“

Zum Kreis der Favoriten zählt dagegen Markus Klugs für Horst Pudwill trainierter Dschingis Secret. Durch seinen Sieg im Prix Foy hat der Soldier Hollow-Sohn international von sich Reden gemacht. Für Adrie de Vries, der den Hengst reiten wird, ist es der erste Ritt im Arc, der in diesem Jahr eine heiße Favoritin am Start sehen wird. Für 120.000 Euro wurde John Gosdens Klasse-Stute Enable am Mittwoch nachgenannt. Frankie Dettori wird die vierfache Gruppe I-Siegerin reiten und soll versuchen, die Erfolgs-Story der Stuten im Arc weiter zu schreiben. „Wenn sie ihre Form bis Sonntag halten kann, wird es sicher sehr schwer gegen sie. Aber um diese Jahreszeit ist vieles möglich“, so Markus Klug über die Favoritin.

Ebenfalls ist natürlich auch der irische Trainer Aidan O’Brien zu beachten, der als Titelverteidiger in Chantilly antreten wird. 2016 gewann er mit Found und belegte durch Highland Reel und Order Of St George auch die Plätze zwei und drei. Der letztgenannte ist auch am Sonntag wieder am Start und steht bei den „Bookies“ hoch im Kurs.  Gleiches gilt für Sir Michael Stoutes Ulysses, der zuletzt das Juddmonte International gegen Churchill gewinnen konnte.

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