Soldier Hollow schreibt nach Dallmayr-Gala Geschichte

Die Wetter hatten den richtigen Riecher und Gestüt Park Wiedingens Crack Soldier Hollow im Großen Dallmayr-Preis zum Favoriten gemacht. Und dieser Rolle wurde der siebenjährige In the Wings-Sohn aus dem Asterblüte-Stall von Peter Schiergen auch vollauf gerecht. Denn in einer wahren Gala schrieb der Galopper des Jahres 2005 Geschichte.

Erstens darf sich Deutschlands wohl bestes 2000 Meter-Pferd (Foto) nun Euro-Millionär nennen, und zweitens ist der Hengst nach Turfkönig nun das einzige Pferd, das den Großen Dallmayr-Preis zweimal gewinnen konnte.

Und wie er gewann! Es war nicht einfach ein Sieg, es war eine Demonstration, wie sich der „Soldier“ Mitte der Geraden an die Spitze setzte und dann von Formal Decree löste, der im Einlauf den Pacemaker Sommertag, der für eine sehr flotte Fahrt gesorgt hatte, schnell überlaufen hatte.

Während Soldier Hollow (Andrasch Starke, 32:10) vorne auf und davon ging und im Ziel einen Vorsprung von drei Längen hatte, rettete sich Formal Decree für den zweiten Platz gegen die stark laufende Dominante über die Linie, während Hattan aus dem Stall von Clive Brittain Vierter wurde. Für die Schlenderhaner Sommersturm und Arcadio war diesmal nichts zu holen.

„Es ist definitiv seine letzte Saison. Wo er jetzt läuft, eventuell in Baden-Baden oder noch einmal im Prix Dollar, ist noch offen, er wird im nächsten Jahr im Gestüt debutieren. In welchem, steht bereits fest, aber das wird während Baden-Baden bekannt gegeben“, so Helmut von Finck über seinen Crack, der ohne Zweifel das beste deutsche 2000 Meter-Pferd der letzten Jahre ist.

Besitzer Helmut von Finck konnte sich neben Soldier Hollow über zwei weitere Treffer in Riem freuen. Namibia (24:10) behielt ihre weiße Weste, gewann die Riemer Stutenmeile und fuhr ihren ersten Black Type-Sieg ein.

Die Galileo-Stute ist der Erstling der ungeschlagenen Champion Zweijährigen Narooma (drei Starts, drei Siege), die nach wie vor der Stutenherde des Gestüts Park Wiedingen angehört.

Den Finck-Hattrick machte der Royal Dragon-Sohn Amazing Dragon (20:10) perfekt. Der wie Soldier Hollow und Namibia von Peter Schiergen trainierte Hengst verabschiedete sich unter Andrasch Starke in einem 2400 Meter-Rennen leicht aus der Maidenklasse, kam mit zunehmender Distanz immer besser ins Rollen und könnte ein Kandidat für das Auktionsrennen in Baden-Baden sein.

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