Hut ab vor diesem Pferd! Bei seinem ersten Start in Amerika kam der von Peter Schiergen für das Gestüt Park Wiedingen von Helmut von Finck trainierte 2000 Meter-Crack Soldier Hollow in der Arlington Million in Chicago am späten Samstagabend zu einem ausgezeichneten dritten Platz, war damit als bester der vier europäischen Vertreter vor vielen Stars.
Hut ab aber auch vor Jockey Rene Douglas. Der Arlington-Spezialist servierte dem Sechsjährigen in dem mit 1 Million Dollar dotierten Grade I-Rennen auf Turf ein nahezu perfektes Rennen.
Schnell hatte er Soldier Hollow, der zu einer Quote von ca. 140:10 angetreten war, an fünfter Stelle positioniert, hatte damit im von The Tin Man angeführten Feld eine Super-Ausgangslage.
Im Schlussbogen, als die Pace vorne verschärft wurde, konnte er sich auf Rang vier vorarbeiten, als es in die Gerade ging, war er schon Dritter. Kurz schien es sogar, als ob er an den Rails sogar noch an Cacique, dem Vertreter von Khalid Abdullah vorbeikommen könnte, doch zum Schluss wurde es sogar für Rang drei noch einmal eng, doch konnte er diese Platzierung, die mit 100.000 US-Dollar dotiert wurde, knapp gegen den außen angreifenden Favoriten English Channel halten.
Der Sieg ging aber an den von Richard Mandella trainierten The Tin Man, auf dem Victor Espinoza zum Schluss leichtes Spiel hatte. Mit Cacique wurde ein ehemals in Europa trainiertes Pferd Zweiter. Der Sieger hatte schon in Dubai als Zweiter im Dubai Duty Free hinter David Junior eine Bombenform gezeigt.
Die aktuell in Europa trainierten Kandidaten dieses Super-Rennens blieb aber alle hinter dem ‚Soldier‘, ob sie nun Touch of Land, Ace oder Phoenix Reach hießen.
Das war möglicherweise die beste Karriereleistung des Schiergen-Schützlings und man wird in seinem Lager die Reise in die USA sicher nicht bereut haben. Im Gegenteil, auf seine nächsten Starts, die ihn mit Sicherheit wieder in ferne Länder führen, dürfen sich die deutschen Turf-Freaks jetzt schon freuen.
Nicht ganz so erfolgreich war der Ex-Hofer-Schützling Proudinsky. Der Silvano-Sohn, der mittlerweile die Farben von Gary Tanaka trägt und in Amerika von Bobby Frankel trainiert wird, kam in den Secretariat Stakes, dem Grade I-Rennen für Dreijährige über 2000 Meter (Turf), auf den vierten Platz. Hier gewann der haushohe Favorit Showing Up (Trainer B. Tagg), ein Seriensieger, der nur als Sechster im Kentucky Derby eine Niederlage hatte hinnehmen müssen. Corey Velasquez saß im Sattel der 15:10-Chance, die überlegen gewann.












