So m?sste es immer sein: 16.000 auf dem Grafenberg

BMW rief, und wirklich alle, alle kamen. Das darf man wörtlich nehmen, denn es strömten 16.000 Menschen auf den Grafenberg. Bereits die Anfahrt zur Galopprennbahn wurde zu einer Geduldsprobe. Und noch nach dem fünften Rennen strömten Menschen auf die Bahn. Eigentlich schade, dass bei bestem Sommerwetter bereits nach sieben Rennen ‚abgepfiffen‘ werden musste.

Neben dem gewaltigen Besucheraufkommen, hielt diesmal aber auch der Toto einigermaßen Schritt. 200.600 Euro flossen durch die Kassen, was bei sieben Prüfungen zur heutigen Zeit keine schlechte Bilanz ist.

Neben dem Stuten-Knaller standen zwei Prüfungen für den Derby-Jahrgang im Mittelpunkt. Im Preis der BMW Händlergemeinschaft legte der von Peter Schiergen für den Münchner Stall Wille trainierte Giuliani (Foto) endlich seine Maidenschaft ab, verwies Stall Grafenbgers Sarkando und den gut debutierenden Röttgener Warstein auf die Plätze.

‚Er hatte schon etwas Pech bei den letzten Starts, heute lief alles glatt. Giuliani ist ein spätreifer Bursche, er wird seinen Weg machen. Nun zielen wir auf das Auktionsrennen in Hamburg‘, so Peter Schiergen. Diese 2200-Meter-Prüfung ist auch das Ziel für den zweitplatzierten Sarkando.

Ein ‚Verkaufsrennen‘ bekommt man auch nicht mehr alle Tage angeboten. Der Preis der BMW Niederlassung bot solch eine Prüfung an, wobei der spätere Dritte Quidado mit einem Einsatz von 7.500 Euro das Höchstgewicht trug. Der Sieg ging natürlich nicht überraschend an den von Christian von der Recke trainierten und von Alex Pietsch gesteuerten Sweet Devil, der für 5.000 Euro eingesetzt worden war, aber auch nicht verkauft wurde. Wie auch die zweitplatzierte Mill Lady nicht.

Einen Paukenschlag gab es in der zweiten Dreijährigen-Prüfung am Grafenberg, als die von Ertürk Kurdu trainierte Foxfire Delight bei ihrem erst dritten Start die 74-Kilo-Stute und klar favorisierte De la Vista in die Knie zwang. Henk Grewe saß im Sattel der Siegerin, die am Toto 201:10 zahlte.

In Magdeburg standen ebenfalls sieben Rennen auf der Karte. Die Dreijährigen-Prüfung ging an Rose of Tertullian im Besitz Rolf Wusk, der in Goslar im Harz wohnt und die Magdeburger Rennbahn von der Entfernung her problemlos erreichen kann. Mit Waldimir Panov im Sattel gewann die Tertullian-Tochter leicht gegen Atullia und Twin Star.

Trainiert wird Rose of Tertullian von Hans-Jürgen Gröschel, der den Sieg am Monitor auf der Düssldorfer Galopprennbahn verfolgte. ‚Die Stute hatte zuletzt soviel Pech gehabt, sie war einfach an der Reihe. Ich denke, sie wird bestimmt auch im Handicap ihre Möglichkeiten besitzen. Sie ist gepachtet und soll sich für die Zucht qualifizieren‘, so der Trainer aus Hannover, kurz bevor ihm der folgenschwere Unfall ereilte.

In Lyon-Parilly waren am Samstag drei in Deutschland trainierte Pferde am Start. Doch weder Lamborghini (Trainer D.Fechner/Jockey F.Foresi) spielten in einem Handicap über 2200 Meter (20.000 Euro) eine entscheidende Rolle, wie auch Mohandas im Grand Prix de Lyon, wo der von Werner Hefter trainierte und von Johan Victoire gerittene Siebenjährige als Viertletzter über die Linie kam.

Die mit 60.000 Euro und über 2400 Meter führende Listenprüfung gewann der vierjährige Capitte-Schützling Libertador unter Thierry Thuliez vor der Fabre-Stute High Maintenance. Ohne Einfluss auf die Entscheidung war auch der Hefter-Schützling Sybelio im Prix Philippe Tassin (27.000 Euro/1600 Meter).

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