So langsam wird es unheimlich: Hofer mit Ratibor-Doppel

So langsam wird es seinen Konkurrenten unheimlich. Mario Hofers sensationelle Spätform nimmt immer gewaltigere Züge an. Denn nur wenige Tage nach dem Gruppe-Erfolg mit Smooth Operator in Frankreich landete der Coach auf der Krefelder Heimatbahn einen weiteren Top-Treffer.

Und nicht nur das, er stellte auch die beiden Erstplatzierten im Herzog von Ratibor-Rennen, dem mit 50.000 Euro dotierten 1700 Meter-Gruppe III-Event (Video ansehen).

Erst vor wenigen Tagen war der Trempolino-Sohn Peligroso für dieses letzte Grupperennen der Youngsters in dieser Saison nachgenannt worden. Außerdem hatte sich der Stall Steigenberger von Mario Hofer 50 Prozent des Zweijährigen gesichert.

Und der Einstand konnte nicht besser sein. 30.000 Euro galoppierte Peligroso, der beim Debut in Frankreich ausgezeichneter Dritter gewesen war, nun ein, und es war eine Gala-Vorstellung, die der Hengst auf den schweren Krefelder Rasen zauberte.

Doch etwas zittern musste man im Vorfeld, als Peligroso seinen Reiter in der Nähe der Startstelle abgeworfen hatte, doch zum Glück konnte er bald wieder eingefangen werden.

Jean-Pierre Carvalho wartete zunächst im Mittelfeld ab, als Mantoro und Julius Caesar nach vorne strebten. Der Dashing Blade-Sohn Mantoro geriet wenig später extrem weit nach außen, verteidigte jedoch die Spitze vor dem 16:10-Favoriten. Während Marangu bald nachließ und auf den letzten Platz durchgereicht wurde, verbesserten sich die Schlenderhanerin Anjella und Peligroso im Schlussbogen weiter.

Im Einlauf hatte sich Mantoro einen deutlichen Vorsprung verschafft, aber als Peligroso so richtig Schwung gefunden hatte, musste auch er weichen. Mit viereinhalb Längen verabschiedete sich der erstaunlich hoch stehende Hengst (78:10) von seinem Trainingsgefährten, der sich ebenfalls glänzend hielt.

‚Die Hälfte habe ich an Peligroso behalten. Mein Bruder Manfred hat den Deal abgewickelt. Mantoro hatte immer besser gearbeitet, aber ich wusste, dass Peligroso eine gute Chance haben würde. Er ist ein Pferd für nächstes Jahr‘, erklärte Mario Hofer.

Schlenderhans Monsun-Tochter Anjella hatte unter Filip Minarik Rang drei früh sicher. ‚Wir sind zufrieden, sie hat eine Gruppe-Platzierung‘, verriet Trainer Jens Hirschberger.

Nur als Vierter, und damit lediglich vor dem nie auffallenden, auch schlecht abgesprungenen Turgenjew sowie Marangu trudelte Julius Caesar ein. ‚Er ist enttäuschend gelaufen, dafür habe ich noch keine Erklärung‘, meinte Peter Schiergen.

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