Sindaco begeistert in Frankfurt bei seinem Lebensdeb?t

Die Augen von Turfdeutschland sind wie üblich zu Beginn der Saison auf die Dreijährigen-Rennen gerichtet. Schließlich könnte sich an jedem Wochenende ein noch ‚dunkles‘ Pferd mit einer guten Leistung für eine bessere Route empfehlen, oder ein bereits profiliertes seine bisher guten Leistungen Richtung eines besseren Ziels weiter untermauern.

In die Kategorie ‚dunkles Pferd‘ gehörte an diesem Wochenende ohne Frage Sindaco (89:10). Der Schützling von Waldemar Hickst (Foto) kam in Frankfurt im Preis der SAB Immobilien-Projektentwicklungs GmbH an den Start. Diese 2000 Meter-Prüfung war mit hochkarätigen Gegner besetzt, die zum größten Teil noch über eine Derby-Nennung verfügen.

Allen voran natürlich Salut aus dem Stall von Peter Schiergen, der sich bereits in der letzten Saison als Sieger profilieren konnte. Aber auch der Schlenderhaner Ametrin und Sandrino aus dem Stall von Jean-Pierre Carvalho, gehörten mit zum Favoritenkreis.

Sindaco kam erst in zweiter Linie in Betracht, strafte diese Einschätzung im Einlauf aber bald Lügen. Dort konnte sich der Sakhee-Sohn unter Johan Victoire von seinen Gegner mit 3 1/2 Längen lösen, während die unterwegs führende Julie`s Love (Man. Hofer/S. Hofer, Platzquote 25:10) sich den zweiten Platz vor Ametrin (J. Hirschberger/M. Caddedu, Platzquote 21:10) und dem unter Höchstgewicht nicht zwingend wirkenden Salut erkämpfte.

Auf den weiteren Weg von Sindaco, der Nennungen für das Derby, die Union und die Bavarian Classics besitzt, darf man also gespannt sein. Zumal der Sakhee-Sohn auch die genetischen Voraussetzungen für ein gutes Rennpferd mitbringt.

Seine von Monsun stammende Mutter Sly ist eine Tochter der Septima, die bereits mit dem Gruppe I-Sieger Sennex, dem Gruppe III-Sieger Shrek und dem Ausgleich I-Sieger Shredder sehr gute Rennpferde brachte.

In der weiteren Prüfung für Dreijährige, diesmal über 1300 Meter, war Birthday Prince (42:10) in den Farben von Marlene Haller unter Jiri Palik aus dem Stall von Uwe Ostmann ein überlegener Sieger, der Start-Ziel von keinem seiner Konkurrenten zu beeindrucken war. Zweiter wurde der nachsetzende Bolero (M. Hofer/A. Starke, Platzquote 13:10), der locker vor Nydamski (M.Rotering/S. Hellyn, Platzquote, 30:10) über die Linie ging.

Eine Überraschung gab es bei den Dreijährigen in Düsseldorf in der Taxi4horse Meile. In dieser Prüfung kam nicht der klar favorisierte Schlenderhaner Arlington (J. Hirschberger/A de Vries) um Zuge, der mit einer Quote von 20:10 deutlich das Feld anführte. Im Einlauf ließ der Verwandte von so Könnern wie Assiun, Astilbe und Anthurium die entscheidende Steigerung vermissen.

Besser konnte es Grande Amore aus dem Stall von Manfred Hofer. Die Stute aus dem Besitz des Stalles Cohiba-Bar konnte im Einlauf unter Andreas Suborics die Führung behaupten, hatte zuvor schon ansprechend in Frankreich debütiert und sich nach Aussage ihres Betreuers danach noch einmal erheblich gesteigert.

Dahinter gab es einen Kampf um die Plätze zwischen dem Königstiger-Sohn Arazjal (W. Hickst/A. Pietsch, Platzquote 52:10), Ever Strong (A. Wöhler/E. Pedroza, Platzquote 28:10) und der lange mitmischenden Vancouver Girl (U.Ostmann/A. Helfenbein), während Arlington hinter diesm Trio nur auf dem fünften Platz einkam.

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