Nach Silberner jetzt auch die Goldene Peitsche für Shining Emerald

Deutschlands bester Flieger steht im Besitz von Jaber Abdullah, wird in Ravensberg von Andreas Wöhler trainiert, und heißt Shining Emerald. Der vierjährige Clodovil-Sohn, der erst seit Januar in Deutschland trainiert wird, gewann am Sonntag in Baden-Baden mit der 145. Goldenen Peitsche powered by Burda@turf, dem mit 70.000 Euro dotierten Gruppe II-Rennen für die Flieger über 1200 Meter, Deutschlands wichtigstes Sprint-Rennen (Zum Video).

Unter Eduardo Pedroza setzte sich der Wallach als zweiter Favorit zur Quote von 65:10 nach Kampf mit einem Kopf-Vorsprung gegen den 16:10-Favoriten Son Cesio durch, hinter dem Gestüt Auenquelles Daring Match Dritter wurde. Damit kam erstmals seit 2007 (damals siegte der von Christian Sprengel vorbereitete Electric Beat) wieder ein in Deutschland trainiertes Pferd in dieser wichtigen Kurzstrecken-Prüfung zum Sieg. Am Maifeiertag hatte Shining Emerald in München bereits die Silberne Peitsche gewonnen, nun vergoldete der Wöhler-Schützling seinen Erfolg.

Für Jockey Eduardo Pedroza war es der erste Treffer in diesem Rennen, Trainer Andreas Wöhler hatte die Goldene Peitsche bereits 1998 mit Marlene Hallers Areion gewonnen. Der Start von Shining Emerald war übrigens lange fraglich. Erst am Morgen entschied sein Trainer, dass er laufen würde. „An der Außenseite war das Geläuf noch einigermaßen elastisch, so haben wir entschieden, zu laufen“, so Andreas Wöhler, der seinem Schützling, der etwas weichen Boden bevorzugt, im Sommer eine Pause gegeben hatte.

Lange hatte es nach einem Favoritensieg ausgesehen, denn Son Cesio hatte mit zunehmender Distanz den an der Außenseite führenden Daring Match in den Griff bekommen. Doch dann kam der späte, aber erfolgreiche Angriff von Shining Emerald, der genau auf der Linie zuschnappte und Son Cesio mit einem Kopf auf den zweiten Platz verwies. Bis zu Daring Match auf Rang drei war es dann auch nur eine dreiviertel Länge.

Sportlich fair nahm Son Cesio-Jockey Fabrice Veron die Niederlage des 16:10-Favoriten. „Er ist ein großes Rennen gelaufen, aber der Sieger war einfach einen Tick stärker“, erklärte der Pantall-Stalljockey nach dem Rennen. Ein großes Rennen lief wie im vergangenen Jahr der Auenqueller Daring Match, der Vorjahresvierte landete diesmal auf dem dritten Rang vor dem gut endenden Fly First, der bewies, dass er in dieser Klasse mithalten kann.

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