Sieg in Lyon-Parilly: Smrczeks Another Chance braucht nur eine Chance

Mit einem Zweijährigen für den ersten Start von Düsseldorf bis nach Lyon-Parilly zu fahren – eine Tour immerhin knapp 770 km – das ist nicht gerade alltäglich. „Das macht man nicht mal eben so“, sagte Trainer Sascha Smrczek am Samstag nach dem Sieg der von ihm für Elena Ermashev trainierten Another Chance.

Die Wooded-Tochter, die im vergangenen Oktober als Jährling für 2.500 Euro bei der Arqana Vente de Yearlings d’Octobre erworben wurde (Ralf Rohne bekam damals den Zuschlag), gab dort nämlich ihren Rennbahneinstand. Und in einem Verkaufsrennen über 1350 Meter, das mit 14.400 Euro dotiert war, sorgte sie für den ersten deutschen Sieg eines zweijährigen Pferdes in Frankreich im Jahr 2026.

Nachdem sie zunächst im hinteren Teil des Feldes gelegen hatte, packte die Stute, die unter Bertrand Flandrin als längste Außenseiterin zur Quote von 19,3:1 ins Rennen gegangen war, in der Zielgeraden stark an, und verwies die lange führende Außenseiterin Obsidian Glory auf den zweiten Platz. Im Ziel hatte Another Chance einen Vorsprung von einer dreiviertel Länge.

Bereits im vergangenen September hatte Sascha Smrczek in Lyon-Parilly die Siegerin in einem Verkaufsrennen für Zweijährige gestellt. Das war damals Alinka aus dem Besitz von Marina Tretiakova.

Für 18.888 Euro wechselte Another Chance nach dem Rennen in den Stall von Trainer Cedric Boutin.

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