Das Highlight des zweiten Festivaltages in Cheltenham war die Queen Mother Champion Chase. In dem mit 400.000 Pfund dotierten Jagdrennen über 3200 Meter wurde das erneute Aufeinandertreffen zwischen Nicky Hendersons 1,8:1-Favoriten Shishkin (Nico de Boinville) und dem von Willie Mullins trainierten Energumene (Paul Townend) mit Spannung erwartet. Zuletzt hatten sich diese Beiden in der Clarence House Chase in Ascot einen packenden Kampf geliefert, in dem Shishkin das bessere Ende hatte.
Doch das Match zwischen den beiden Favoriten wurde keins, denn Shishkin kam auf dem nach Regenfällen schwer gewordenen Boden überhaupt nichts ins Rennen, und wurde am Ende des Feldes liegend, nach dem achten Hindernis angehalten.
Ganz anders Energumene. Der als 3,5:1-Chance gestartete Denham Red war in der Steeplechase überlegene Ware, und siegte mit einem Vorsprung von achteinhalb Längen gegen den Außenseiter Funambule Sivola (Venetia Williams/Charlie Deutsch), hinter dem Envoi Allen (Henry de Bromhead/Rachael Blackmore) Platz drei belegte.
In einer dramatischen Glenfarclas Cross Country Chase versäumte es der zweifache Grand National Sieger Tiger Roll, ein weiteres kapitel Geschichte zu schreiben. Der Zwölfjährige aus dem Stall von Trainer Gordon Elliott war unter Davy Russell als 4,0:1-Chance in das mit 75.000 Pfund dotierte 6000 Meter-Rennen gegangen, das er nicht nur im Vorjahr, sondern auch bereits 2018 und 2019 gewonnen hatte. Hätte er hier seinen vierten Triumph gelandet, hätte er genau wie die unvergessene Quevega bei sechs Festival-Siegen gestanden.
Lange sah es auch danach aus, als könne dieses Vorhaben gelingen, doch in einem nahezu epischen Finish war es auf den letzten Metern bis zum Ziel sein Trainingsgefährte Delta Work, der unter Jack Kennedy stärker war, und als 3,5:1-Favorit am Ende mit einer dreiviertel Länge Vorteil zum Zuge kam. 21 Längen zurück landete Plan of Attack (Henry de Bromhead/Darren O’Keeffe) auf dem dritten Platz.













