Shimrano wird Favoritenrolle gerecht

Nach dem der Fährhofer Quasillo aufgrund einer Hufprellung dem Oppenheim-Union-Rennen fernbleiben musste, ging der von Paul Harley für die Australia Racing Stables trainierte Shimrano als 18:10-Favorit in die immer noch wichtigste Derby-Vorprüfung. Und unter Adrie de Vries, der bereits bei den beiden ersten Siegen im Sattel des Monsun-Sohnes saß, wurde der Hengst dieser Favoritenrolle in der mit 70.000 Euro dotierten Gruppe II-Prüfung über 2200 Meter auch gerecht.

Der Championjockey musste im Finish nur einmal die Peitsche einsetzen, das reichte, um den stark laufenden Ittlinger Areo (Robert Havlin) und den an der Innenseite immer wieder anziehenden Nutan sicher auf Distanz zu halten. Vierter wurde der gut endende Karlshofer Summer Paradise, der sein schwaches Laufen aus dem Derby Italiano zu korrigieren wusste. Eine dreiviertel Länge Vorsprung hatte Shimrano gegen Areo auf der Linie, bis zu Nutan war es dann noch einmal der gleiche Abstand (Zum Video).

Nutan, der von den Wettern nach Shimrano das zweitmeiste Vertrauen gefunden hatte, war gleich an der Spitze auszumachen, hinter ihm sah man gleich Shimrano, es folgten Auctorita, Agosteo und Areo, bis eingangs zur Zielgeraden änderte sich an dieser Reihenfolge nicht viel.

Dann war Shimrano sofort zur Stelle und ging in guter Haltung an Nutan vorbei an die Spitze. Dieser konnte zunächst nicht kontern, doch an der Außenseute tauchte Areo, der Zweite aus dem Frühjahrspreis des Bankhauses Metzler, auf, der schnell als gefährlichster Gegner von Shimrano auszumachen war. Dieser konnte jedoch immer wieder zulegen, blieb allerdings im Finish nicht ganz gerade, was die Rennleitung auch zu einer Überprüfung des Rennverlaufs veranlasste.Die Stewards beließen es aber bei der ursprünglichen Platzierung.

„Als die Gegner kamen, hat er wieder angezogen, der Boden war für ihn aber schon recht fest, etwas weicheres Geläuf wäre besser für ihn. Nach den beiden Wöhler-Pferden ist er für mich das Pferd für das Derby“, sagte Adrie de Vries, der auch in Hamburg der Partner des Hengstes sein wird. „Er ist noch nicht fertig, ich erwarte bis Hamburg noch Verbesserung von ihm“, erklärte Siegtrainer Paul Harley bei der Siegerehrung.

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