Das erste Zweijährigenrennen der Saison am Sonntag in Krefeld stand unter keinem guten Stern. Nicht nur, dass es wie aus Kübeln auf die Stadtwald-Rennbahn schüttete, dann musste Agrippina, die sich permanent weigerte, ihre Box zu beziehen, vom Start verwiesen werden.
Aber damit nicht genug, denn Steffi Hofer, die Reiterin von Terra di Tuffi musste kurz vom Arzt behandelt werden, nachdem ihr Pferd gestiegen war, doch lief trotz einer leichten Blessur an der Nase alles glimpflich für sie ab.
Sechs Kandidaten nahmen schließlich das Eos-Rennen vom Autohaus Bergmann – Krefelder Jugendpreis in Angriff, der mit 5100 Euro auf der 1200-Meter-Distanz allerdings relativ schwach dotiert war.(Video ansehen)
Und auch der Rennverlauf wurde dramatisch. Marquesa übernahm im Einlauf mit Sabbataios die Spitze, kurz sprach vieles für die zwischen beiden vorstoßende Favoritin Terra di Tuffi.
Boliche (Foto) fand innen völlig den Weg versperrt. Alexander Pietsch beorderte die Key of Luck-Tochter nach außen, die einen Schlenker machte. Dabei kamen sie und die nach innen weichende Marquesa sich in die Quere, so dass Fabian-Xaver Weißmeier aus dem Sattel katapultiert wurde, doch lag kein Fremdverschulden vor. Er wurde ins Krankenhaus gebracht.
Mit viel Speed zog Boliche, die Manfred Hofers erster Zweijährigen-Starter überhaupt war, für den Stall Cohiba-Bar zur Quote von 41:10 noch an Terra di Tuffi, die sein Bruder Mario betreut, vorbei. Lord of Africa schien außen alle zu überrollen, rettete am Ende Platz drei gegen Sabbataios.
‚Das ist ein sehr intaktes Pferd. Wenn die Stute nicht festsitzt, gewinnt sie überlegen. Ich hatte schon viel Mumm‘, erklärte Boliches Trainer Manfred Hofer.
Ein Kuriosum gab es im einleitenden Araberrennen. Nachdem drei Pferde abgemeldet waren, präsentierte sich nur noch ein Mini-Viererfeld am Ablauf der 1200-Meter-Prüfung. Alle Teilnehmer kamen aus dem Stall von Regine Weißmeier! Da hatte am Ende die 17:10-Favoritin Ofira El Samawi ganz leichtes Spiel.
Erst vor wenigen Wochen wechselten die Pferde des Stalles Route 66 zu Mario Hofer. Und am Sonntag gab es durch den knappen Erfolg des Dreijährigen Flashing Star (Steffi Hofer, 54:10) in einem 2050-Meter-Handicap gleich einen Einstand nach Maß.
Seinen dritten Sieg beim ebensovielten Start markierte der Ittlinger Skylor (Jozef Bojko/Andreas Wöhler) im Ausgleich II über 2200 Meter, wobei der 17:10-Favorit gegen den immer wieder anziehenden Marlow aber hart kämpfen musste. Dritte wurde deutlicher zurück Classic Sun. Jozef Bojko, der im abschließenden 2200-Meter-Handicap die 21:10-Chance Medinella als sichere Siegerin Start-Ziel nach Hause brachte, gelangen drei Erfolge.
Sehr gut kam die Führringmoderation von Klaus Göntzsche an. Tolle Infos für die Zuschauer, gute Gesprächspartner, nah am Geschehen, so sollte es auch auf anderen Rennbahnen sein. Der Umsatz belief sich auf ca. 180.000 Euro, doch war das Wetter alles andere als einladend.









