Er scheint ein Abonnement auf das Championat der Schweizer Trainer zu besitzen, der aus der Slowakei stammende Miro Weiss, der seit vielen Jahren bereits in Urdorf in der Nähe von Zürich heimisch geworden ist und Jahr für Jahr den Titel im Nachbarland erringt. Bereits an den ersten Renntagen einer jeden Schweizer Saison, und sind nun einmal die drei Renntage in St. Moritz, legt er den Grundstein für den Titelgewinn.
So auch in der Saison 2009, in der vier der sechs Galopprennen, die auf der Oberer See in St. Moritz entschieden wurden, zu seinen Gunsten entschied und damit bereits wieder die Führung in der Trainer-Wertung übernommen hat. Zu denjenigen Pferden, die für den Grand Prix mit Erfolg geprobt haben, zählt der achtjährige Vlavianus, der am ersten Tag des Meetings in überlegener Manier die Konkurrenz abfertigte, über eine auf 800 Meter verkürzten Distanz allerdings.
Sollte auch zum Finale die Kürzung der Rennstrecken notwendig werden, was natürlich niemand wünscht, dann dürfte der in Tschechien gezogene Wallach sicherlich beste Chancen besitzen. Kondition für den Höhepunkt der Rennwochen haben sich auch Vlavianus` Trainingsgefährten Song of Victory und Collow geholt, so dass dem Trio von Miro Weiss erste Chancen eingeräumt werden dürfen.
Für den Stall Weissenstein, Champion der Besitzer von 2008, sollen Salattus, Vierter aus dem Vorjahr, und Eiswind die Kastanien aus dem Feuer holen. Beiden Schützlingen von Guy Raveneau gehen aus äußeren Startboxen (15 und 16) ins Rennen, was auch für Quiron und den deutschen Gast Thalamon gilt.
Während Quiron als Routinier auf Schnee gelten kann – immerhin hat er diese Prüfung vor zwei Jahren gewonnen und in der laufenden Saison in Arosa den Großen Preis zu seinen Gunsten entschieden – muss der von Peter Schiergen für das Gestüt Burg Ebersrtein trainierte und unter Stalljockey Andrasch Starke antretende Thalamon als Novize betrachtet werden.
Dass man den Hengst, Peter Schiergens erster Saisonstarter, der von seinen bisherigen neun Starts sieben im Ausland und nur zwei in Deutschland bestritt, dennoch in derart erfahrener Gesellschaft aufbietet, dürfte kaum ohne reellen Hintergrund erfolgen. Er zählt zu den größten deutschen Hoffnungen.
Eine unbekannte Größe stellt auch der von Trainer Christian von der Recke für den Stall Grimminger erworbene Il Grande Ardone dar, der für 5400 Franken nachgenannt wurde. Der Italiener Mario Esposito sitzt im Sattel des Hengstes, während Trainingsgefährte Vegano unter Markus Kolb an den Start geht. Auf die 2000-Meter-Strecke hofft und setzt Werner Hefter im Fall seines Sybelio, der wie Romantic Man (Mirek Rulec) in Iffezheim vorbereitet wird und sich vor Ort bereits vorgestellt hat.
Sechster deutscher Vertreter ist Saraab (Pavel Vovcenko), der schon einen Glanztag erwischen muss, wenn er die gute Bilanz der deutschen Ställe – sieben Siege in den Jahren 1999-2008 – weiter ausbauen will.
Im Rahmenprogramm findet das kürzliche Aufeinandertreffen von Peredur (Christian von der Recke) und dem um einen Kopf geschlagenen Luberon eine Neuauflage, während im 1800-Meter-Rennen Franziskaner und Albarello (beide Werner Hefter) auf Geld hoffen und der Recke-Schützling Mister Minister im einleitenden Fliegerrennen Entschädigung für seine Niederlage am grünen Tisch sucht.











