Schwierigkeiten nur vor dem Start, aber nicht im Rennen

Er hat die Nerven seines Trainers Sascha Smrczek wahrlich strapaziert, musste minutenlang „bearbeitet“ werden, ehe er seinen Platz in der Maschine bezog. Als es dann ernst wurde, zeigte der fünfjährige Prince Flori (Foto) seine ganze Klasse und gewann mit dem Preis der Sparkassen Finanzgruppe, dem früheren Spreti-Rennen, sein drittes Gruppe-Rennen in Iffezheim (Video ansehen).

Eine Premiere erlebte Jockey Andrasch Starke, der zum ersten Mal im Sattel des Lando-Sohnes saß. Einen unkomplizierten Ritt nannte der Kölner Jockey den Einsatz auf Prince Flori, der das Rennen aus der Reserve aufgenommen hatte, am Knick bereits an dritter Stelle erschien, um im Einlauf die Weichen auf Sieg z stellen.

Als Schlüssel zum Erfolg nannte Trainer Sascha Smrczek, der auch in schwächeren Phasen nie den Glauben an den Hengst verloren hatte, den Rückgang in der Distanz sowie den Wechsel in ein Gruppe-III-Rennen. Sowohl Starke als auch Smrczek dankten der Startmannschaft und dem Starter, dass sie sich so viel Mühe mit dem schwierigen Kontonisten gegeben hatten.

Eine Eigenart, die sich der Hengst angewöhnt habe und „die er wohl auch nicht mehr ablegen werde“, wie Sascha Smrczek anmerkte. „Jeder Start kostet mich zwei Kilo“, so der Düsseldorfer Trainer, der seinen Schützling das Rennen in aller Ruhe aufnehmen sah.

Vorne marschierte Lord Hill (v. Tiger Hill), der dabei immer zwei, drei Längen Vorteil besaß und diesen auch noch in den Einlauf brachte. Dort tauchte bald Prince Flori auf, der kurz darauf in Front zog und schon vor der Ziellinie als Sieger feststand. Daran änderte auch der Schlussangriff von Wiesenpfad (v. Waky Nao) nichts, der noch fein anzog, doch selbst im Kampf um das zweite Platzgeld gegen Lord Hill knapp unterlag.

Wiesenpfads Trainer Waldemar Hickst („ich bin sehr zufrieden“) zeigte sich mit der Leistung des Hengstes einverstanden, denn dieser habe die Münchener Leistung eindeutig korrigiert.

Große Freude auch bei Clemens Zeitz, der sich überglücklich nach Lord Hills zweitem Platz zeigte. „Der Hengst hat bewiesen, dass er in dieser Klasse mithalten kann.“ Den vierten Platz holte sich der Schweizer Gast Wassiljew, der einst im Mülheimer Stall von Werner Baltromei stand.

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