Die britische Horseracing Authority (kurz BHA) hat eine neue Regel für Pferdewetten angekündigt. Diese dient vor allem der Transparenz im Sport. So müssen Trainer zukünftig im Vorfeld darüber informieren, ob ein teilnehmendes Pferd kürzlich eine Operation an den oberen Atemwegen hatte.
Eine Umfrage im Horseracing Bettors Forum hatte ergeben, dass die OP-Informationen zu einem Rennpferd das wichtigste Kriterium für britische Wetter und ausschlaggebend dafür sind, ob die Person auf das jeweilige Pferd setzt. Die neue Vorschrift tritt am 19. Januar 2018 in Kraft. Dann muss offengelegt werden, ob ein Pferd zum ersten Mal nach einer Operation wieder auf der Rennbahn läuft. Im Anschluss verschwindet diese Information wieder. Verschweigen Trainer einen Eingriff, drohen ihnen Geldstrafen bis hin zum Lizenzentzug.
In Großbritannien werden bestimmte chirurgische Eingriffe bei Rennpferden unter dem Begriff „Wind Surgery“ zusammengefast. Alle Operationen finden am oberen Atmungsapparat des Tieres statt und dienen dessen Verbesserung. Dazu gehören Eingriffe an den Stimmbändern, dem Gaumen oder die Entfernung von Gewebe. Insgesamt sind aktuell fünf Praktiken bei Tierärzten gängig.
Grund für die zunehmende Verbreitung von Wind Surgeries ist, dass Rennpferde bei jedem Galoppsprung bis zu 60 Liter Luft einatmen. Eingriffe an den oberen Atemwegen können den Sauerstofffluss zur Lunge verbessern und sich so auf die Leistung des Pferdes auswirken. Aus diesem Grund sind auch Sportwetter besonders an dieser Information interessiert.
Die National Trainers’ Federation (NTF) der Insel ist alles andere als begeistert über die neuen Regularien. In einer Stellungnahme äußerte der Verband Kritik an der Entscheidung der BHA und wies auf die schlechte Praktikabilität und Folgen für Züchter und Besitzer hin. Bei Verschweigen einer Operation droht dem Trainer des Pferdes der Lizenzverlust. Genaue Informationen zur Art der Operation sind jedoch nicht verlangt, lediglich der Zusatz „WS“ wird ab dem 19. Januar auf der Rennkarte eines jeden Tieres zu sehen sein, sollte es in der Vergangenheit ärztlich behandelt worden sein.











