Normalerweise ist Uwe Ostmann mit seinen Zweijährigen einer der beherrschenden Trainer in Deutschland. Doch bislang wollte es noch nicht so recht laufen, auch die Stallform im allgemeinen ließ in den vergangenen Wochen doch einige Wünsche offen. Doch jetzt geht es offenbar deutlich aufwärts in seinem Mülheimer Quartier.
Denn im Sparkasse KölnBonn – BBAG Auktionsrennen (50.000 Euro, 1300 m) am Sonntag in Köln ‚traf‘ der von Ostmann vorbereitete Schützenjunker (Foto) unter Stalljockey Andreas Boschert.
Aus dem Vordertreffen verschaffte sich der 115:10-Außenseiter Mitte der Geraden schnell einen deutlichen Vorteil, den auch der 18:10-Favorit Something Stupid, der der Konkurrenz Gewicht weggeben musste, nicht aufholen konnte. ‚Für ihn war es etwas zu kurz‘, signalisierte Trainer Mario Hofer.
Trotz erheblichen Startverluststs eroberte der am Toto kaum wahrgenommene Debutant Earl of Fire noch den dritten Platz vor Montiano.
‚Ich hatte etwas Bedenken wegen der Startnummer neun, aber Schützenjunker ist ein richtig gutes Pferd. In Krefeld war er noch nicht soweit. Er ist der erste aus dieser Linie, dem ich eine Derby-Nennung gegeben habe‘, erläuterte Uwe Ostmann.
Und der Mülheimer durfte sich wenig später abermals freuen, als Stall Christ-Lackes Turfshuffle (Andreas Boschert, 35:10) endlich einmal den hohen Erwartungen gerecht wurde und im Ausgleich I Start-Ziel völlig souverän Weststern und Atamane auf die Plätze verwies.
‚Er war noch sehr grün, sollte bald mehr zeigen‘, hatte das Team um Hans-Albert Blume nach dem dritten Rang des Röttgeners Diacaro beim Einstand in Krefeld gemutmaßt. Und am Sonntag bewies der Alhaarth-Sohn aus der Klassestute Diacada in der Maidenklasse bereits, was in ihm steckt.
Unter Andreas Suborics als 20:10-Favorit der Youngster-Prüfung angetreten, verabschiedete sich der Hengst von zweiter Stelle aus völlig souverän von Thargelia und dem nach Startverlust gut endenden Nightdance Honor. Da scheint ein Klassepferd heranzureifen, das auf das Ratibor-Rennen bzw. den Preis des Winterfavoriten marschieren könnte.
‚In Baden läuft er nicht, das wäre noch zu früh‘, ließ Hans-Albert Blume durchblicken. Interessant: Beim Erstauftritt in Krefeld war er Vierter und dabei vor Schützenjunker.
Noch ziemlich schwerfällig, aber dennoch mit einiger Klasse ausgestattet scheint der Fährhofer Medan, der im Ausgleich III für das Team Andrasch Starke/Peter Schiergen auch beim zweiten Karrierestart seine weiße Weste verteidigte.
Im Ausgleich II drehte Stall Litex` Akheera nach optimaler Einteilung von Jozef Bojko den Spieß gegen seinen jüngsten Bezwinger Belmundo um, kam sicher nach Hause gegen den permanent angreifenden Konkurrenten. Klar distanziert raufte sich Licato auf Rang drei.
Auch Andreas Helfenbein wandelte in Köln auf der Siegerstraße, beherrschte in der ‚Wettchance des Tages‘ mit Ira Ferentschaks 158:10-Chance First Fellow vorne früh das Geschehen vor Blue Summerland, Kurfürstin und Agamedes. Die Viererwette zahlte 150.000:10 Euro.











