Am morgigen Dienstag gibt es in Hoppegarten eine Sondersitzung der Gemeindevertretung bezüglich der Rennbahn. Hoppegarten-Eigner Gerhard Schöningh hatte einen Antrag gestellt, den Flächennutzungsplan für die Galopprennbahn zu ändern.
Im Interview mit der Märkischen Onlinezeitung (MOZ) spricht Schöningh über die Beweggründe seines Antrags. „Das Geläuf mit Innenfeld und die Besucherbereiche sind im FNP (Anm.d.Red. als Flächennutzungsplan) als Reitsportanlage“ ausgewiesen. Das möchten wir erweitern auf ‚Pferdesport und Freizeitveranstaltungen‘“, so Gerhard Schöningh gegenüber der MOZ. 2017 machte das Lollapalooza-Festival Station in Hoppegarten, Veranstaltungen dieser Art, könnte es in Zukunft durchaus häufiger geben. „Bei der Nutzung des Innenfeldes denken viele mit gemischten Gefühlen an Lollapalooza. Positiv waren die tolle Atmosphäre und die Eignung des Festivalgeländes […]. Schäden an der Natur und den denkmalgeschützten Gebäuden waren überschaubar und wurden behoben“, sagte Schöningh weiter.
Mit der Idee, die Rennbahn auch abseits der Renntage nutzen zu wollen, folgt man in der Hauptstadt nicht nur einem Trend, vielmehr sind Zweitnutzungen des Geländes ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor für die Bahnen in Deutschland. „Ich will keine ‚Festivalisierung‘ oder ‚Party-Location‘. Wir erwarten keinen Blankoscheck von der Gemeinde für eine beliebige Zahl von Großveranstaltungen. Wir sind bereit diese rechtlich bindend zu limitieren. Was wir machen, muss top sein. Wir haben uns erfolgreiche Modelle in anderen Städten angesehen, auch im Ausland. Die besten Veranstalter arbeiten partnerschaftlich und denken die Interessen der örtlichen ‚Community‘ genauso wie an ihre Gäste und ihren Gewinn.“
Zusätzlich beantragte Schöningh auch die Aufstellung eines Bebauungsplans. „Aktuell gibt es keinen B-Plan für das Rennbahngelände. Ich wiederhole hier nochmal: Wir planen für das Geläuf und Innenfeld nicht den Bau von Gebäuden. Auch eine Entlassung aus dem Landschaftsschutz ist weder beantragt noch geplant. Den B-Plan brauchen wir aus zwei Gründen. Erstens möchten wir auf dem Innenfeld Leitungen für Medien wie Wasser, Elektrizität und Daten verlegen. Dies ist eine nachhaltigere Lösung als der aufwendige Auf- und Abbau temporärer Anlagen. Es ist umweltfreundlicher und vermindert die Belastungen der Anwohner. Zweitens möchten wir mit der Gemeindevertretung beraten, wie wir die nicht für den Rennsport benötigten Flächen entwickeln können. Dies sind im Wesentlichen die Flächen um die Tribüne III, den Gestütshof und an der Goetheallee mit Kompaktställen und Reithalle.“













