Schlenderhaner Wiener Walzer tanzt sich in das Derby

Seit Sonntag ist es sicher, dass die beiden Derby-Favoriten aus dem Stall von Jens Hirschberger kommen. Nachdem Suestado in so starker Manier das Hannoversche Derby-Trial gewonnen hatte, ‚tanzte‘ sich mit einem Sieg im Union-Rennen auch der Schlenderhaner Wiener Walzer in die Favoritenposition für das ‚Blaue Band‘ (Video ansehen).

In der mit 100.000 Euro dotierten, immer noch bedeutendsten Derby-Vorprüfung gab es ein hochdramatisches und spannendes Finish. Die Außenseiter Egon und Pennyprince hatten für eine flotte Pace gesorgt, dahinter lag zunächst Godolphins Peligroso, der erstaunlicherweise zum klaren Favoriten avanciert war, dann folgten Oriental Lion und Wiener Walzer.

In der Zielgeraden war Pennyprince schnell geschlagen, doch unter Eduardo Pedroza ließ Egon zunächst nicht nach. 300 Meter vor dem Ziel war aber dann Wiener Walzer (43:10) zur Stelle, der sich an dem Pacemaker vorbeiarbeitete und einem sicheren Sieg entgegen strebte.

Doch der gab sich nicht geschlagen und dann kamen dann auch noch die Speedpferde Oriental Lion (war unterwegs sehr eifrig) und Panyu riesig auf Touren. Doch das reichte eineinhalb Längen hinter Wiener Walzer nur zu den Plätzen zwei und drei.

Vierter wurde der erstaunlich laufende Egon, als Fünfter war auch der Röttgener Eliot an der Außenseite nicht weit zurück. Meilenweit zurück folgte dann ein restlos geschlagener Peligroso, der früh klein bei geben musste. Kaum nachzuvollziehen, warum man ihn nur 14 Tage nach seinem harten Saisondebüt für das Kölner Rennen nachgenannt hat.

Adrie de Vries wird in den nächsten Tagen wohl recht unruhig schlafen, denn er hat nun die Qual der Wahl, muss sich zwischen Suestado und Wiener Walzer entscheiden. Dabei war der Holländer vor dem Rennen noch skeptisch gewesen.

‚Das, was er im Training gezeigt hat, reicht noch nicht, vielleicht präsentiert er sich im Rennen aber auch anders‘, war der niederländische Klassejockey vor der ‚Union‘ noch skeptisch gewesen. ‚Das war eine Klasseleistung nach der Pause und der Chipverletzung‘, hieß es aus dem Schlenderhaner Lager zum Sieger.

Auch Uwe Ostmann, der Trainer des Zweitplatzierten, Oriental Lion, war zufrieden. ‚Das Rennen wurde vom Tempo her sehr unterschiedlich gelaufen. Immer, wenn etwas ruhiger war, pullte Oriental Lion. Ich bin mit der Leistung aber sehr zufrieden‘, so der Mülheimer Coach.

Panyu, der zum Schluss noch sehr stark wurde, gab einen guten Einstand für seinen neuen Trainer, dahinter lief Egon als Vierter das Rennen seines Lebens. Er wird sicher in Hamburg dabei sein, wo auch Eliot nicht ohne Möglichkeiten sein sollte. Der große Röttgener sprang leicht verspätet ab und der 200 Meter weitere Weg in Hamburg ist für ihn sicher von Vorteil.

Am Ende flossen bei sehr gutem Besuch 321.427 Euro durch die Totokassen.

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