Schl?gt Mario Hofer wieder in einem Top-Handicap zu?

Den Krefelder Trainer Mario Hofer kann man im deutschen Turf durchaus als „Mann der Top-Handicaps“ bezeichnen, denn 2011 stellte er mit Primera Vista und Point Blank die Sieger in den Super-Handicaps von Baden-Baden und Hoppegarten, in dieser Saison sahnte er im mit 80.000 Euro dotierten Ausgleich I in Berlin mit Combat Zone richtig ab.

Um soviel Geld wie dort geht es am Samstag im Großen Lübzer Pils Ostseepreis, dem Hauptrennen des Ostsee-Meetings zwar nicht, aber dennoch bietet der Österreicher mit Primera Vista (Foto) in dem 15.000er über 1750 Meter einen sehr chancenreichen Kandidaten auf. Der Haafhd-Sohn aus dem Besitz des Düsseldorfers Guido Schmitt muss mit 61 Kilo zwar Höchstgewicht tragen, doch seine aktuelle Form – Dritter in dem erwähnten Hoppegartener Super-Handicap – macht ihn zu einem echten Sieganwärter (Zum Langzeitmarkt).

Und in Bad Doberan kennt sich der Wallach auch bereits aus, denn er war im Vorjahr bereits Dritter im Ostseepreis. Gleich zwei Pferde schickt Champion Andreas Wöhler in das Hauptrennen. Es handelt sich dabei um Ever Strong, der von Stalljockey Eduardo Pedroza geritten wird, und den leichtgewichteten Kahoon (Jozef Bojko), der im Vorjahr bereits Vierter in diesem Rennen war. Ever Strong war in Berlin doch recht deutlich hinter Primera Vista, so dass Kahoon, der in Bad Harzburg nur den noch nicht erfassten Felician vor sich dulden musste, nicht einmal die schlechteren Karten haben muss.

Ebenfalls mit einem Duo ist Roland Dzubasz vertreten, der bekanntlich mit Thomas Gehrigs Auvano im Vorjahr den Sieger des Ostsee-Preises stellte. Nachmachen könnte ihm dies der Second Set-Sohn Freemason, wobei man mit Steffi Hofer, die den Wallach bereits in Hamburg zum Ausgleich II-Sieg führte, exakt die Reiterin verpflichtet hat, die im vergangenen Jahr mit Auvano erfolgreich war. Auch wenn er mit Siegaufgewicht ins Rennen gehen muss, so könnte er doch bessere Chancen besitzen als seine Trainingsgefährtin Baisse (Alexander Pietsch), die zwar bereits Listensiegerin ist, nach der letzten Hoppegartener Form aber ohne Steigerung kaum hinkommt.

Schon länger nicht mehr gewonnen hat Hans-Jürgen Gröschels Foreign Hill (Norman Richter), der aber dennoch eine gute Gesamtform hat, und nicht mehr beweisen muss, dass er in derartigen Rennen vorne mitmischen kann. Nur noch „Einsen“ und „Zweien“ kennt Uwe Stechs Attiko (Rebecca Danz), der gerade im Ausgleich III erfolgreich war, mal eben eine Klasse überspringt und am Samstag seinen ersten Ausgleich I bestreitet. Auch Shoshoni versucht sich erstmals in einem Handicap der höchsten Kategorie, allerdings ist er sogar schon einmal in einem Grupperennen am Start gewesen.

Ein Nachteil sind für ihn jedoch die zwei Kilo Mehrgewicht, die der Noroit-Sohn, der von Victor Schulepov geritten wird, zu tragen hat. Komplettiert wird das Feld durch Christian Sprengels Acacalia (Filip Minarik), der zuletzt jedoch nur wenig gelungen ist und die die zuletzt in der Listenklasse gezeigten Formen schon überbieten muss.

Insgesamt gibt es am Samstag an der Ostsee eine Mammutkarte mit elf Rennen. Neben dem Ostseepreis ist natürlich die Goldene Peitsche von Bad Doberan interessant, und das einleitende Altersgewichtsrennen, in dem mit Earlsalsa ein Gruppepferd an den Start kommt.

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