Schiergens 1. 3j?hrigen-Sieg & Hickst-Hoffnungen floppen

Nachdem sich Champion-Trainer Peter Schiergen in der letzten Woche mit Platzierungen seiner Dreijährigen zufrieden geben musste, konnte der Kölner einen Tag nach seinem 42. Geburtstag seinen ersten Sieger des Derbyjahrgangs vom Geläuf abholen.

Im Eröffnungsrennen des Krefelder Samstagrenntags entledigte sich der Montjeu-Sohn Davidoff leicht seiner Maidenschaft, ließ seine große Anhängerschaft in keiner Sekunde des 1700 Meter-Rennens ernsthaft schwitzen.

Bis auf 14:10 hatte das Krefelder Publikum Davidoff, der seinen dritten Lebensstart absolvierte, heruntergewettet. Der Hengst im Besitz von Margot Herbert konnte diesem Vertrauen nach einem von Filip Minarik gut eingeteilten Ritt von der Spitze voll gerecht werden.

Anderthalb Längen hinter Davidoff landete auf schwerem Boden der Löwe-Hengst Directas Digger, der stark lief und klar vor der ebenfalls hoch gehandelten Galileo-Tochter Kirunaavara blieb. Vierte wurde Siberienne aus dem Weber-Stall.

Für den Sieger Davidoff, der auch noch für das Deutsche Derby unter Order ist, könnte als Nächstes das Dr. Busch-Memorial in drei Wochen an gleicher Stelle anstehen.

„Wenn er alles gut verkraftet, ist das natürlich ein Ziel“, hieß es nach dem Sieg aus dem Schiergen-Team zu dem Bruder des Gruppesiegers Denaro, der eines von vier Schiergen-Pferden ist, die für das Gruppe III-Rennen im Stadtwald eine Nennung besitzen.

Zweijährig war Davidoff zweimal am Start gewesen. In Baden-Baden unterlag er zum Saisonende dem Ostmann-Schützling Forthe Millionkiss (Foto, startet in der nächste Woche in Frankreich), belegte zuvor Rang drei in Düsseldorf hinter der Röttgenerin Desabina und Simon Magnus.

Das zweite Dreijährigen-Rennen des Tages ging an den Löwe-Hengst Almano (38:10). Dieser konnte sich als dritter Favorit leicht gegen den von Peter Schiergen ins Rennen geschickten Karlshofer Be Faithful und Saturn durchsetzen. Nur auf dem vierten Platz landete die Wettmarktfavoritin Now Again.

Die Stute des Gestüts Zoppenbroich aus dem Hickst-Stall ging mit hohen Vorschusslorbeeren in das Rennen über 2050 Meter, wird in ihrem Quartier als Diana-Kandidatin gehandelt. Doch wie schon Kirunaavara (galt als Guineas-Hoffnung) in der Eröffnungsprüfung, hatte auch Now Again mit der Entscheidung nichts zu tun.

Der Arkando-Bruder Almano, in dessen Sattel Andreas Helfenbein gesessen hatte, kam mit zunehmender Distanz hingegen immer besser auf Touren. Der vom Gestüt Schattauer Hof gezogene Johan Cruyff-Sohn könnte ein interessanter Kandidat für das Deutsche Derby sein und über das Bavarian Classic oder die Union das Blaue Band anpeilen.

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