Schiergen Eins, drei in der Meile ? Lateral bedient Trumpf

Er ist einer der besten Meiler Europas, und nach dieser Leistung besteht kein Zweifel: Lateral (Foto) ist Deutschlands Meilenchampion. Denn der wahrlich ganz talentierte Singspiel-Sohn gewann mit der Großen Europa-Meile (Gruppe II, 65.000 Euro) das vierte Gruppe-Rennen seiner Karriere, und Jockey William Mongil ließ sich entsprechend feiern. Noch in Baden war der Hengst der Stiftung Gestüt Fährhof an starken englischen Gästen gescheitert.

Diesmal ließ sich sein französischer Steuermann auf nichts ein, rückte im Schlussbogen in bestechender Haltung auf, war Mitte der Zielgeraden zur Stelle. Dann zündete William Mongil den Turbo der 28:10-Chance. Spielend leicht schaltete der Fährhofer in einen höheren Gang. Der Richterspruch lautete überlegen sechs Längen.

Eine starke Partie lieferte auch Gestüt Ittlingens Vega´s Lord, der nach einer schwächeren Vorstellung zuletzt noch mächtig ins Rollen kam und mit einem Kopf vor Arcadio blieb.

Der Schlenderhaner wäre noch dichter beim Ende gewesen, doch scheint die Meile kaum die Idealdistanz des Vierjährigen zu sein, er kam erst spät so richtig ins Rollen.

„So haben wir uns das vorgestellt“, resumierte Erfolgstrainer Peter Schiergen gegenüber GaloppOnline.de das Rennen seines Gruppe II – Siegers. „Der Rennverlauf war ideal, Lateral ist ein Bombenrennen gelaufen. Jetzt gehen wir als nächstes in den Premio di Capua nach Mailand“. Bereits zweijährig wusste Lateral als Gruppe I – Sieger in Mailand im Gran Criterium zu überzeugen.

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