Er war das „Gamble“ des Tages auf dem irischen Curragh. Der Monsun-Sohn Schiaparelli bei seinem Start im Irish St. Leger. Vor wenigen Tagen bei den Buchmachern der Insel noch für 55:10 zu haben, spielten die irischen Wetter den einst bei Peter Schiergen stationierten Fuchs bis auf 30:10 herunter.
Und das trotz der Anwesenheit des Superstehers Yeats. Der vierfache Ascot Gold Cup-Sieger war am Toto völlig abgesagt und lief auch entsprechend schlecht. Bei seinem vermeintlich letzten Start in seiner Heimat gab er eine blamable Vorstellung ab und wurde bereits im Schlussbogen nach hinten durchgereicht.
Zu diesem Zeitpunkt sah alles nach dem vierten Gruppe I-Sieg und zweiten Leger-Erfolg von Schiaparelli (gewann 2006 bereits das deutsche Pendant) aus. Als einziger Reiter saß Oliver Peslier (Stalljockey Frankie Dettori hatte sich für den Ritt im zeitgleich laufenden englischen St. Leger auf Kite Wood entschieden) noch ruhig auf einem bestechend gehenden Schiaparelli.
Doch anstatt den kapitalen Fuchs abzureiten und energisch Richtung Zielpfosten zu schicken, wartete Peslier bis die Angreifer kamen, war sich seiner Sachen offenbar ziemlich sicher.
Mit Schwung kamen so der zweite Favorit Alandi, ein vierjähriger Galileo-Sohn aus dem Stall von John Oxx, und die Außenseiterin Clowance noch leicht an Schiaparelli vorbei, der am Ende auch ziemlich stand.
Auf Sieg zahlte Alandi, der für den Aga Khan gewann und Mick Kinane im Sattel hatte, 40:10, während es 14:10 auf Platz für Schiaparelli gab. Der Monsun-Sohn, der vor zwei Jahren für fünf Millionen Euro vom Stall Blankenese an Sheikh Mohammed verkauft wurde, könnte nun den Prix de l’Arc de Triomphe oder den Melbourne Cup ansteuern.












