Eine Prüfung steht unverändert auf der Wunschliste, ist noch ein weißer Fleck auf der „Turf-Landkarte“ von Georg Baron von Ullmann – der Prix de l´Arc de Triomphe. Das unverändert bedeutendste Rennen auf dem Globus fehlt noch in der illustren Sammlung des so passionierten Besitzers.
Zahlreiche Cracks in seinen Faben haben sich schon im Bois de Boulogne versucht, doch weder Tiger Hill oder Shirocco, um die beiden Asse aus der jüngeren Vergangenheit zu erwähnen haben trotz sehr beachtlicher Vorstellungen den Sieg nach Deutschland entführen können. So taucht unverändert Stall Moritzbergs Star Appeal aus dem Jahr 1975 als einziger deutscher Triumphator in der Siegerliste auf.
Am Sonntag unternimmt Georg Baron von Ullmann (Foto) aller Voraussicht nach einen weiteren Anlauf auf das seit einem Jahr vom Wüsten-Emirat Katar gesponserte Highlight, das seit damals mit vier Millionen Euro Gesamtdotierung lukrativste Grasbahnrennen der Welt ist und natürlich weiterhin über die Distanz von 2400 Metern führt.
Der Hoffnungsträger heißt Getaway, ein immerhin schon sechsjähriger Monsun-Sohn, der eine Arc-Erfahrung ins Feld führt wie nur wenige andere Pferde. Zweimal versuchte sich der Hengst in dieser Monstre-Prüfung in Longchamp. 2007 eroberte er mit einer riesigen Speedleistung den vierten Rang. Vor zwölf Monaten sprang dann nur der achte Platz heraus.
Doch 2009 scheint der von ehemals Andre Fabre zu Jens Hirschberger nach Bergheim übergewechselte Getaway besser denn je. Schon der Saisoneinstand im Hansa-Preis als Zweiter nach wenig glücklichem Rennverlauf war aller Ehren wert. Es schloss sich der Gruppe I-Treffer im Düsseldorfer Deutschlandpreis ein, ein sportlich hochwertiger und auch finanzieller lukrativer Sieg. Im Kölner Rheinland-Pokal zog er nach einer erbitterten Kampfpartie den Kürzeren gegen Derbysieger Wiener Walzer, doch fiel ihm auch in der Niederlage kein Zacken aus der Krone.
Mehr als Entschädigung bekam er im Großen Mercedes Benz Preis von Baden. Denn in Iffezheim marschierte Getaway regelrecht auf und davon, verwies Eastern Anthem auf den Ehrenplatz, der diese Form am vergangenen Sonntag im Preis von Europa noch einmal bestätigen konnte.
Etwas durchlässiger Boden wie in Baden wäre sicher vorteihaft für Getaway, der 810.050 Euro schon verdient hat. Doch den wird er bvermutlich am Sonntag nicht antreffen, weshalb sein Auftritt auch noch nicht einhundertprozentig sicher ist. Schlenderhans General Manager Gebhard Apelt erklärte, dass man auf gutem Boden starten werde, das Geläuf aber nicht fest sein sollte.
Sicherlich besitzt Getaway das Zeug dazu, auch 2009 eine entscheidende Rolle in Longchamp zu spielen. Sein Kurs von über 400:10 bei der Wettbörse betfair im Laufe der Woche scheint sehr lukrativ. Daumendrücken werden ihm jedenfalls alle deutschen Turffreunde, und natürlich ganz besonders Georg Baron von Ullmann in der Hoffnung auf ein Ende der Arc-Durststrecke.











