Es war die vielleicht beste Leistung, die ein deutscher Dreijähriger in diesem Jahr gegen die älteren Pferde zeigte, als der von Pavel Vovcenko für den Stall Biancolino trainierte Contat-Sohn Schäng bei der Derby-Woche in Hamburg-Horn in der Flieger-Trophy mit mehr als drei Längen Vorsprung vor Ferdinand Leves Fly First erfolgreich war, und nach seinem vorangegangenen Listensieg in Mailand zum Gruppesieger avancierte (Zum Video).
Zumindest bei den deutschen Fliegern dürfte der Hengst aus Bremen-Mahndorf somit ganz weit oben rangieren. Klar, dass man mit dem Dreijährigen auf Gruppe-Parkett weiter macht, doch mit dem Prix Maurice de Gheest, dem Gruppe I-Rennen über 1300 Meter in Deauville, suchte man sich fast die schwerste Aufgabe aus, die man hätte finden können (Zum Rennen). Denn in dem 380.000er auf der Geraden Bahn, trifft Schäng am Sonntag auf die absolute Elite der Kurzstreckenpferde. Und zwar nicht nur der europäischen, denn aus Hong Kong reist mit Gold-Fun ein Pferd an, das für den ersten Gruppe I-Treffer eines Hong Kong-Pferdes im Nachbarland sorgen soll.
Doch Schäng, der von Ioritz Mendizabal geritten wird, hat außer Gold-Fun noch 14 andere, hochkarätige Gegner. Charlie Hills‘ Dutch Connection beispielsweise, den unverwüstlichen Gordon Lord Byron aus Irland, oder David O’Mearas Suedois, zuletzt Zweiter im July Cup in Newmarket (Zum Video). Sollte sich Schäng in diesem Rennen unter den ersten fünf Pferden platzieren, dann wäre das schon eine Klasseleistung des Vovcenko-Schützlings. Im zweiten Grupperennen am Sonntag in Deauville, dem Prix de Reux (Gr.III, 2500 m, 80.000 Euro) kommen mit der von Toni Potters trainierten Techno Queen (Christophe Soumillon) und dem von Jean-Pierre Carvalho für den Stall Ullmann vorbereiteten Moonshiner auch zwei deutsche Pferde an den Start (Zum Rennen).










