Satomi Sechste im Prix de Royallieu

Der Prix de Royallieu, das Steherrennen für die dreijährigen und älteren Stuten am Arc-Samstag in ParisLongchamp wurde in diesem Jahr erstmals unter neuen Konditionen gelaufen. Denn statt bislang über 2500 Meter, wurde das Grupperennen diesmal über 2800 Meter gelaufen, und außerdem hatte es zum ersten Mal Gruppe I-Status, nachdem es bislang ein Gruppe II-Rennen war.

Neun Pferde gingen in dem mit 300.000 Euro dotierten Stutenrennen an den Start, darunter mit der von Markus Klug für den Stall Helena trainierten Satomi auch eines aus Deutschland. Die Teofilo-Tochter, die von Ioritz Mendizabal geritten wurde, galt dabei mit einer Quote um 57,0:1 als die mit Abstand größte Außenseiterin.

Und mit dem Sieg hatte der deutsche Gast auch letztlich nichts zu tun, als Sechste, und gar nicht so weit geschlagen, verkaufte sich die Diana-Vierte aber ordentlich. Im von der späteren Siegerin Anapurna (John Gosden, Frankie Dettori, 4,4) vor Delphinia und Lah Ti Dar angeführten Feld sah man Satomi unterwegs an fünfter Stelle galoppieren. Als es in der Zielgeraden dann schneller wurde, vermochte sich die Klug-Stute dann aber nicht entscheidend zu steigern. Im Ziel war sie aber auch nur fünf Längen von der Siegerin Anapurna entfernt. „Das war eine ganz gute Form. Schade, dass sie das letzte Geld nicht mehr erreicht hat. Der Boden war vielleicht schon ein wenig zu weich für sie. Für diese Saison ist wahrscheinlich Schluss“, sagte Markus Klug nach dem Rennen, gab aber auch zu verstehen, dass Satomi auch im kommenden Jahr im Rennstall bleiben wird.

Die Frankel-Tochter Anapurna, die Siegerin der Epsom Oaks, kam sicher, mit eineinviertel Längen Vorsprung als Siegerin über die Linie, Platz zwei ging nach Zielfotoauswertung an Delphinia vor der wie Anapurna von John Gosden trainierte Favoritin Enbihaar, die aus hinteren Regionen in der Endphase noch viel Boden gutmachten konnte. Der Ausgang des Rennens wurde noch überprüft, aber auch dies überstand Anapurna.

„Das Rennen ist nch Plan gelaufen. Im Vermeille war Anapurna früh an den Rails eingeklemmt und konnte nicht ihr Rennen laufen. Heute wollten wir auf Nummer sicher gehen, zumal Frankie einfach ein Genie ist, wenn es darum geht, ein Rennen von vorne aus zu gestalten. Und so hat er ihr das Rennen wieder perfekt eingeteilt. Enbihaar ist hingegen mit dem weichen Boden nicht ganz so zurecht gekommen, da gab es aber auch keine Erfahrungswerte“, sagte Trainer-Sohn und Assistent Thaddeus Gosden.

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