Santiago-Bruder Sanogo Dritter im ‚Vision d’Etat-Rennen‘

Er ist zwar nur ein Course B-Rennen und doch hat es dieser Prix Youth in sich. Denn der Name des Rennens war in der Vergangenheit meist Programm. Das 2000 Meter-Rennen gewannen oft junge Pferde, die in ihrer Karriere zu Größerem berufen waren.

So siegte 2008 in der mit 34.000 Euro dotierten Prüfung kein Geringerer als Frankreich Superstar Vision d’Etat. Dieser gewann nach dem Auftaktsieg in Saint-Cloud im Verlauf seiner Karriere noch vier Gruppe I-Rennen. Darunter auch das französische Derby.

Für den Prix du Jockey Club besaßen mit Mentalist, Lightfoot, Beaulieu, Lustre und Sanogo dann auch gleich fünf Pferde des Prix Youth eine Nennung für das französische Derby.

Mit Lustre (44:10), Beaulieu und Sanogo belegten dann auch drei dieser Pferde die Plätze eins bis drei. Ob der siegreiche Lustre, ein American Post-Sohn, der bereits seinen vierten Start absolvierte, allerdings gut genug für die erste französische Garnitur sein wird, bleibt zunächst abzuwarten.

Trotzdem gewann er deutlich vor dem favorisierten Motivator-Sohn Beaulieu, der auf dem letzten Galoppsprung Sanogo, der immer weiter kämpfte, auf Platz drei verwies. Vierter wurde dichtauf mit Canadian ein Tiger Hill-Debutant aus dem Fabre-Stall.

‚Es ist eine Standortbestimmung für Sanogo und ein Test, ob er etwas für die besseren Rennen in Frankreich ist‘, hieß es vor dem Rennen aus dem Lager um den dreijährigen Shirocco-Sohn.

Der Hengst aus der Zucht des Gestüt Hof Vesterberg ist das fünfte Fohlen der Lomitas-Stute Serenata, kostete als Jährling in Baden-Baden 180.000 Euro und ist ein Bruder des klassischen 2000 Guineas-Siegers Santiago sowie des Derby-Zweiten Sordino.

Für seinen Besitzer Rashit Shaykhutdinov wird das Pferd von Jean-Claude Rouget trainiert, war zweijährig beim Debut Neunter, um danach Sieger in der Provinz in Toulouse zu werden. Sanogo trat am Montag als 65:10-Chance an.

Neben Vision d’Etat siegten im Prix Youth in den letzten drei Jahren im Übrigen zwei weitere bessere Pferde. Im letzten Jahr gewann das Rennen der Tertullian-Sohn Tenacious Spring, der danach immerhin Platz fünf im Prix Noailles erzielte, während der 2009-Sieger On Est Bien später den Prix de la Force auf Gruppe III-Parkett gewann.

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