Sandbahnstart in Dortmund: Sogar Gruppe-Pferde am Start

Eine Woche, nachdem in Neuss der Startschuss zur Winterssason 2011/12 fiel, öffnen sich am Sonntag auch in Dortmund wieder die Boxen auf der Sandbahn. Und wie vor einer Woche kann man mit zehn Rennen (der Ausgleich IV über 1950 Meter wurde geteilt) und starken Feldern aufwarten.

Und man muss auch ausdrücklich erwähnen, dass das Angebot auch sportlich durchaus bemerkenswert ist, denn neben einem Rennen für die Zweijährigen (siehe Extra-Text) und zwei mittleren Handicaps (mit einigen Formpferden) gibt es auch interessante Altersgewichtsrennen, mit teilweise überdurchschnittlich veranlagten Pferden.

Und mit Toughness Danon, der Ende Oktober auf der BBAG-Auktion für 13.000 Euro vom Stall D’Angelo in den Besitz des Stalles Chevalex überging, und damit von Andreas Wöhler zu Christian von der Recke wechselte, tritt sogar ein Gruppesieger an. Vor zwei Jahren gewann der Wallach das Fürstenberg-Rennen in Iffezheim.

Am Sonntag soll er nun im Altersgewichtsrennen über 2500 Meter einen Punkt im Championatskampf beisteuern. Filip Minarik wird sicherlich versuchen, das zu verhindern. Und sein Ritt in dieser Prüfung, die von Axel Kleinkorres trainierte Classic Sun, ist eigentlich auch die einzige ernsthafte Gegnerin für den Fünfjährigen.

Sitzt Alex Pietsch in dieser Prüfung, die als zweites Rennen ausgetragen wird, auf einem (ehemaligen) Gruppepferd, so hat Filip Minarik im fünften Rennen, dem Ausgleich III für die Flieger, solch ein Pferd unter sich. Denn der von Mario Hofer für Guido Schmitt trainierte Combat Zone (Foto) versuchte sich zuletzt noch im Großen Preis der Landeshauptstadt Düsseldorf.

Zwar besaß er in der Gruppe III-Prüfung keine Siegchance, war als Sechster aber gar nicht weit geschlagen. Natürlich ist seine Sandbahnmarke deutlich günstiger als sein GAG auf Gras (genau 18,5 Kilo) und für ihn spricht auch, dass er auf Dortmunder Sand bereits gewinnen konnte.

Ein kleines Fragezeichen steht lediglich hinter der Distanz, die mit 1200 Metern reichlich kurz für den Refuse to Bend-Sohn ist, doch hat er auch auf dieser Strecke schon einmal gewinnen können. Äußerst interessant besetzt ist auch das Verkaufsrennen über 1950 Meter, das den etwas kuriosen Titel „Dunaden vom Sieglosen-Rennen in Dortmund 2009 zum Melbourne Cup-Sieger 2011“ trägt.

Wilfried Kujaths Obelisk, den man fast als Deutschlands Spezialist für „Claimer“ bezeichnen kann, und der auch schon auf Sand mehrfach gut lief, trifft hier auf mehrere reelle Ausgleich III-Pferde, die teilweise auch gute aktuelle Form vorzuweisen haben.

Mehr als ordentlich besetzt ist auch die Prüfung für die Dreijährigen, in der u. a. die frischen Sieger Beacon Hill und The Danzig Factor aufeinandertreffen. Natürlich gibt es auch am Sonntag wieder eine „Wettchance des Tages“, in der eine garantierte Auszahlung von 10.000 Euro ausgelobt ist.

Dabei handelt es sich um den Steher-Ausgleich IV über 2500 Meter, in dem Christian von der Reckes Daring Rudolph erste Chancen haben sollte. Ohnehin ist der „Magier von Weilerswist“ am Sonntag mit einem kopf- und formstarken Aufgebot im Einsatz.

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