Samba in Iffezheim: Au?enseiter-Sieg im Berenberg-Cup

Noch bevor mit dem Grand Prix der absolute Höhepunkt des Tages anstand, wurde mit dem zur Listenklasse zählenden Berenberg Bank Cup ein weiteres Top-Rennen gestartet. Ausgelobt waren auch hier 20.000 Euro, angesprochen waren dabei die Ladies des Derby-Jahrgangs. Insgesamt stanen in dieser 1800 Meter-Prüfung neun Damen unter Order.

Mit der von Henri-Alex Pantal trainierten Absolutly Me fehlte auch die internationale Komponente nicht und dass mit dem französischen Top-Trainer durchaus zu rechnen sei, zeigte nicht zuletzt dessen Erfolg mit Pagera im Baden Racing Stutenpreis. Aus deutscher Sicht konzentrierte sich vieles auf die noch ungeschlagene Schlenderhanerin Ituila. Doch die Geschichte des Rennens schrieb mal wieder ein Außenseiter.

Zwar war die Schlenderhanerin Ituila um die Kontrolle des Rennens bemüht, doch spätestens eingangs der Zielgeraden wurde klar, dass die Tertullian-Tochter heute nicht mit um den Sieg laufen würde. Wieder war es Mirco Demuro, der die Initiative ergriff und seine Partnerin Samba Brazil (Foto), wie zuvor Dagostino, weiter nach innen beorderte. Hier konnte die von Andreas Wöhler trainierte Teofilo-Tochter ihren prächtigen Speed entwickeln und sich aus hinteren Regionen schnell an die Spitze des Feldes setzten.

Außen kam die französische Gast-Stute Absolutly Me mit Fabrice Veron aus dritter Position noch gut in die Partie, konnte die Siegerin aber nicht mehr gefährden. Freihändig legte Demuro die letzten Meter bis zum Zielpfosten zurück. Auf den dritten Rang kam die von Wolfgang Figge trainierte Ammerländerin High Heat mit Filip Minarik. Der Sieg Samba Brazils dürfte mit einer Quote von 200:10 aber auch so manchen Wetter glücklich gemacht haben. Für seine gefährliche Reitweise wurde Demuro im Anschluss für zwei Renntage gesperrt (Video ansehen).

„Samba Brazil ist schon in der Diana besser gelaufen, als es die Platzierung aussagt“, so der Sieg-Trainer. „Damals wurde ihr der Weg aber ein wenig zu lang. Wir haben noch kurz überlegt, ob sie hier überhaupt starten sollte, da uns der Boden nicht geeignet erschien. Deshalb war auch die Order sie innen auf besserer Spur gehen zu lassen“, so Wöhler weiter, der auch bereits das nächste Ziel der Stute formulierte. Demnach könnte Samba Brazil in vier Wochen in eine Gruppe III-Rennen in Mailand gehen.

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