Dass Christian von der Recke überall Sieger stellen kann, zeigte wieder einmal der Sonntag. Denn der Weilerswister Champion-Coach schaffte es nicht nur, im Hauptereignis am Neusser Hessentor mit der Vierjährigen Sabine Wild abzusahnen, sondern trumpfte auch beim St. Moritz-Auftakt (siehe Extra-Text) groß auf.
Sabine Wild (Foto) hatte früh im Einlauf des 2300-Meter-Handicaps um 4.500 Euro einen schönen Vorteil herausgearbeitet, Jockey Andreas Helfenbein musste nur noch den vehement nachsetzenden Led Zeppelin (H. Grewe) auf Distanz halten.
Dieses Vorhaben gelang und sicherte den Anhängern von Sabine Wild stattliche Odds von 82:10 auf Sieg und 23:10 auf Platz. Die Seriensiegerin Recomienda (Fr. M. Murke) aus dem Stall von Heinz Tölle wurde also entthront, musste nach so tollen Erfolgen dieses Mal früh erkennen, dass es nicht zu einem neuerlichen Treffer reichen würde und sich im Ziel mit dem dritten Rang zufrieden geben.
Im letzten Rennen des Tages siegte dann Berlino (Fr. St. Hofer) für Neu-Trainer Manfred Hofer schon wieder. Der stets höher eingeschätzte Greinton-Sohn im Besitz des Turfsyndikats 2008 ließ Call For Liberty (Fr. S. Wandt) und Man Power (J. Silverio) abblitzen und gewann nun innerhalb von sieben Tagen zweimal.
Nachdem die Boxen sich ohne Man Power geöffnet hatten, wurde von der Rennleitung ein Fehlstart ausgerufen und die Pferde bezogen erneut – dieses Mal mit Man Power – ihre Plätze in der Startbox.
Der fünfjährige Berlino könnte nach dem Stil seines Erfolges weitere Reserven besitzen, denn er galoppierte immer frisch und munter und setzte sich leicht von den Konkurrenten ab.
Der Umsatz in Neuss blieb wieder im Rahmen des derzeit Machbaren. In sieben Rennen bilanzierte der Neusser Reiter- und Rennverein 1875 e.V. knapp 20.000 Euro pro Rennen, insgesamt etwas unter 140.000 Euro.











